Öffi-Kritik: OÖVV reagierte – die Zwettler auch

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Victoria  Preining Victoria Preining, Tips Redaktion, 06.02.2019 10:14 Uhr

ZWETTL. Nachdem der OÖVV auf die Kritik der SPÖ Zwettl reagiert hat, haben sich einige betroffene Bürger bei Tips gemeldet, um ihre Sicht der Dinge darzulegen.

In einer Stellungnahme wehrte sich der OÖVV vergangene Woche gegen die Vorwürfe aus Zwettl. Man habe sehr wohl Maßnahmen ergriffen, um die Nutzer zu informieren. Zur Erinnerung: Die SPÖ Zwettl kritisierte, dass am betroffenen Wochenende weder die Hotline noch die Fahrplaninformation der Bundesbusse (ÖBB) besetzt gewesen sein soll. Auch auf deren Internetseiten soll es laut dem Vorsitzenden Herbert Enzenhofer keine Infos über den Ausfall gegeben haben.

Dem widersprach daraufhin der OÖVV: „Auf unserer Homepage gab es einen eigenen Beitrag, in dem den Fahrgästen erklärt wurde, wo sie aktuelle Informationen erhalten – die entsprechenden Unterseiten waren darin verlinkt. Zudem gibt es auf unserer Homepage zentral oben rechts den Punkt “Verkehrshinweise„. Dort waren alle Ausfälle und Behinderungen aufgrund der aktuellen Schneesituation zusammengefasst. Diese Hinweise wurden auch am Wochenende aktualisiert.“ Weiters habe man Behinderungen und Straßensperren, die vom Land Oberösterreich bekannt gegeben wurden, auf der Homepage angeführt. Auch das Call Center und das Kundencenter seien über die Verkehrssituation informiert gewesen. Diese hätten daher auch Auskunft geben können.

„In unserer Verkehrsauskunft auf der Homepage und in der OÖVV Info App waren die Ausfälle und Behinderungen direkt bei der vom Fahrgast gesuchten Verbindung als Verkehrsmeldung angeführt. Über unsere Vorgehensweise haben wir auch die Medien informiert“, heißt es vom OÖVV weiters.

Zwettler Erlebnisberichte

Nach der Veröffentlichung der Gegendarstellung gelangten einige Reaktionen von betroffenen Bürgern in die Tips-Redaktion, um ihre Erfahrungen von dem besagten Wochenende zu teilen.

„In den Verkehrsmeldungen via Radio hörte man immer von unzähligen Straßensperren aber keinen Hinweis auf die Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr. Sonntags spätabends bin ich in Facebook über eine Meldung gestolpert, die unser Bürgermeister am Sonntag, 13. Jänner um 20.30 Uhr, geteilt hat. Aufgrund der Straßensperre der B 126 wurde über die Straßensituation, großräumige Umleitungen und Linienverkehr informiert. Diese Meldung hab ich kopiert und einigen Bekannten per WhatsApp weitergeleitet, die ebenfalls Montagfrüh per Bundesbus nach Linz pendeln sollten. Die Rückmeldungen zeigten, dass bis dahin keiner Bescheid wusste, dass einige Linien vorübergehend nicht gefahren werden konnten“, berichtete etwa Doris Erlinger.

„Die Homepage habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht zu Rate gezogen. Ich weiß auch nicht, ob davon ausgegangen werden kann, dass dies der erste Gedanke der Nutzer ist, im Internet zu recherchieren beziehungsweise diese Möglichkeit gehabt hätten. Ein Hinweis in den Verkehrsnachrichten, wohin sich die Öffi-Passagiere wenden können - zum Beispiel Informationen auf der Homepage oder Bekanntgabe der Hotline - wäre schon sehr hilfreich gewesen“, so die Zwettlerin weiters. 

Ähnliche Verunsicherung erlebte auch Anita Buchegger-Traxler: „Ich schließe mich den Ausführungen von Herbert Enzenhofer an. Auch ich war sehr verunsichert und hatte keine Idee wo ich Informationen über die Straßensperren erhalten könnte. Ich habe die ÖAMTC-Webseite zu Rate gezogen. Schließlich bin ich am Montag nicht in die Arbeit nach Linz gefahren, da ich nicht sicher sein konnte, ob ich überhaupt nach Linz komme.“

Auch Katharina Schraml aus Zwettl bestätigte, dass die Informationen am betroffenen Tag aus ihrer Sicht unzureichend waren.

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