Interview: Keine Hochzeit sollte nur „normal“ sein
BEZIRK. Barbara Prechtl hat bereits vielen Brautpaaren im Waldviertel zu ihrem schönsten Tag im Leben verholfen. Im Tips-Gespräch plaudert die Hochzeitsplanerin aus Leidenschaft aus dem Nähkästchen.

„Eine Hochzeit soll nicht einfach nur normal sein, sondern so einzigartig wie das Brautpaar eben selbst“, meint Barbara Prechtl aus Waidhofen/Thaya. Ganz hoch im Kurs liegt die Personalisierung der Feier – ob persönlich signierte Einladungen, tolle, witzige Fotos des Brautpaares auf den Gästetischen oder gemeinsame kurze Worte als Verabschiedung in der Kirche – all das verleiht dem Tag eine individuelle Note und macht ihn für alle noch unvergesslicher. Ein Trend, der sich zunehmend auch im Waldviertel verbreitet, ist das ungezwungene „Come together“ am Tag vor der Hochzeit. Barbara Prechtl begleitete jüngst eine Hochzeit in Schloss Rosenau, wo sich die Gäste am Vorabend der Trauung beim nahegelegenen Heurigen einfanden. Mit Musik und einer gemütlichen Jause hatte man somit genug Zeit alle Gäste gebührend zu begrüßen und ein paar Worte zu wechseln, was oft am großen Tag selbst zu kurz kommt. „Es war wirklich ein gelungener Abend in einer traumhaften Location und das Brautpaar musste am Hochzeitstag kein schlechtes Gewissen haben, wenn der ein oder andere Gast nur zum Gratulieren gesprochen wurde“, erinnerte sich Prechtl.
Traditionell ist hoch im Kurs
Traditionelle Feiern sind nach wie vor beliebt – vor allem in ländlichen Gebieten. Hat das Brautpaar zum Beispiel einen festen Wohnsitz samt Freundeskreis im Waldviertel und ist noch dazu Mitglied bei örtlichen Vereinen, wie der Feuerwehr oder der Landjugend, dann sind bekannte Bräuche an der Tagesordnung. „Aus meiner Erfahrung kann ich auch sagen, der September wird der neue Mai! Wurde Letzterer früher als beliebtester Monat zum Heiraten ernannt, so ist es zumindest laut meinen Erfahrungen in den vergangenen Jahren anders. Immer mehr Brautpaare entscheiden sich für den Herbst und schätzen ihn vielleicht auch als wetterverlässlicher ein als den Wonnemonat.“ Und der schönste Moment für Barbara Prechtl bei einer Hochzeit? „Ganz klar: Der Einzug der Braut – da liegt so viel Emotion und Spannung in der Luft, dass sogar mir manchmal die ein oder andere Träne die Wange runterläuft.“


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