Bienensterben: Imker im Waldviertler Kernland melden hohe Ausfallsquote
WALDVIERTLER KERNLAND. Knapp ein Viertel der Bienenvölker rund um das Waldviertler Kernland hat den Winter in der Region nicht überlebt, das wurde nun durch die Bienenmeldepflicht Gewissheit. Dabei beruht das Bienensterben auf mehreren Faktoren.

Die Bienenmeldepflicht ermöglicht nun einen wirklichen Überblick über die Bienenvölker. Mit Stichtag 31. Oktober 2016 wurden im Imkerverband Schönbach Region Waldviertler Kernland 147 Bienenvölker von den Imkern des Verbandes gemeldet. Nach dem Winter, mit Stichtag 30. April 2017, hat sich die Zahl der Bienenvölker auf 112 reduziert, was einer Ausfallsquote von 24 Prozent entspricht. Somit hat im Durchschnitt jeder vierte Bienenstock den Winter in der Region nicht überlebt.
Imkerei - Handwerk mit steigenden Herausforderungen
Die Imker müssen sich auf diese Belastung einstellen und werden durch Völkervermehrung den Bienenstand wieder steigern. Nichts desto trotz sieht man sich bei diesem Handwerk mit steigenden Herausforderungen konfrontiert. Für Imkerobmann Martin Maurer erklärt sich das Bienensterben aus einer Kombination von mehreren Faktoren: „Zum einen werden wir die eingeschleppte Varroamilbe, welche als Parasit auf der Biene lebt und sich in der Bienenbrut vermehrt, nicht mehr los. Man kann sich das so vorstellen, als wenn wir Menschen einen festsitzenden Igel am Rücken mittragen müssten. Dazu kommt auch noch, dass die Milben Viruserkrankungen übertragen können. Zum anderen stellen Umweltveränderungen und Belastungen in der Natur neue Herausforderungen dar.“
Für Fragen zur Imkermitgliedschaft sowie dessen Vorteile zur Bienenmeldung steht Obmann Martin Maurer sehr gerne per Mail unter office@martinmaurer.at oder per Telefon unter 0664/5162900 in der Region zur Verfügung.


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