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RIO. Während es bei den Olympischen Sommerspielen mit dem erhofften Medaillenregen nicht so recht klappen wollte, zeigen nun die Sportler der Paralympics ihr Können. Der gebürtige Zwettler Andreas Onea heimste bereits eine Medaille ein.

Andreas Onea holte in seiner Spezialdisziplin (100 Meter Brust) Bronze. Fotos: ÖPC/Franz Baldauf
  1 / 2   Andreas Onea holte in seiner Spezialdisziplin (100 Meter Brust) Bronze. Fotos: ÖPC/Franz Baldauf

Dieser Mittwoch, der 14. September, war ein großartiger Tag für das österreichische Team: Silbermedaillen für die Radrennfahrer Thomas Frühwirth und Walter Ablinger, eine Goldene für Dressurreiter Pepo Puch und Bronze für den Schwimmer Andreas Onea. Nach Platz sechs in Peking und Platz vier in London hat es diesmal bei den XV. Paralympischen Sommerspielen 2016 in Rio mit der Medaille für den 24-Jährigen geklappt: Andreas Onea musste sich über 100 Meter Brust (seine Spezialdisziplin) in 1:44,44 nur dem Spanier Oscar Saluero Galisteo und dem Italiener Federico Morlacchi geschlagen geben.

„Ich bin so unglaublich glücklich“, strahlte er nach seinem sensationellen Rennen, in dem er lang auf Platz fünf gelegen war. „In London war ich drei Zehntel hinter Bronze, jetzt habe ich Bronze um drei Zehntel gewonnen – ich kann meine Gefühle kaum beschreiben!“, heißt es in der entsprechenden Aussendung. Bereits am zweiten Wettkampftag erreichte der gebürtige Zwettler in seiner schwächeren Disziplin (100 Meter Schmetterling) überraschend den sechsten Platz. Weitere Medaillenchancen gibt es bereits heute Freitag und morgen Samstag.

Autounfall im Kindesalter

Seit einem Autounfall im Alter von sechs Jahren fehlt Andreas Onea der linke Arm. Kurz darauf beginnt er mit dem Schwimmen als Therapiesport. Sein Hauptantrieb sind seine starken Beine, dadurch kompensiert er seinen fehlenden Arm. Der Trainingsumfang ist allerdings nach eigenen Angaben enorm. Seit 2012 moderiert Onea gemeinsam mit Claudia Lösch das ORF Behindertensport-Magazin „Ohne Grenzen“ – Letztere kenne er ohnehin nicht. „Ich habe noch nie welche gesehen, nur gehört, dass sie in den Köpfen mancher Menschen existieren“, so ein Zitat Oneas.


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