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ZWETTL/BERLIN. Beim derzeit stattfindenden World Series-Event in Berlin, dem Wettkampf-Restart der Para-Schwimmer, gelang dem gebürtigen Zwettler Andreas Onea erstmals der Sieg im Weltcup über 200 Meter Schmetterling. Im 100 Meter Brust-Bewerb belegte der Niederösterreicher in der Weltcup-Wertung den vierten Platz.

Andreas Onea: "Das ist das erste Mal, dass für mich die österreichische Hymne auf diesem Niveau gespielt wird." Foto: Onea

Nach der Goldmedaille schaffte es der Heeressportler auch noch bei 200 Meter Lagen und 200 Meter Brust ebenfalls aufs Podium. Der Niederösterreicher sichert sich jeweils Bronze und holt sich damit seine zweite und dritte Medaille in der Weltcup-Serie. „Nach so einer langen Wettkampfpause war es enorm wichtig, wieder in den Rennrhythmus zu finden. Mir ist nicht alles aufgegangen und an der Geschwindigkeit muss ich noch arbeiten, das ist aber für den Zeitpunkt in der Saison ganz normal. Es freut mich dadurch umso mehr, dass ich es gleich dreimal aufs Podium geschafft habe und sogar die Hymne hören durfte. Das war eine wichtige Motivationsspritze für die nächsten Monate. Auch aufgrund der derzeitigen Situation werden sie bestimmt nicht einfacher werden“, so Onea.

Erfolgreicher Start nach langer Pause

Für den Heeressportler startete der erste Wettkampf nach acht Monaten pandemiebedingter Pause somit erfolgreich. „Ich bin überglücklich, beim Weltcup eine Medaille gewonnen zu haben – und dann gleich Gold. Das ist das erste Mal, dass für mich die österreichische Hymne auf diesem Niveau gespielt wird. Das ist ein unglaublich schönes Gefühl. Die derzeitige Situation war und ist auch für den Sport weiterhin eine riesige Herausforderung. Somit ist es eine starke Leistung der Veranstalter, dass dieser Weltcup so stattfinden kann. Persönlich tut es mir gut, nach einer so langen Pause wieder Rennen zu schwimmen und auch gleich am internationalen Podium zu stehen. Dass ich mit meinen Leistungen diese Platzierungen erreichen konnte, motiviert mich enorm, um auch in den nächsten Wochen konzentriert an meinen Zielen zu arbeiten. Es ist auf jeden Fall noch viel zu tun“, zeigt sich der Wahl-Deutsch-Wagramer zufrieden.

Über Andreas Onea

Andreas Onea ist Österreichs erfolgreichster Para-Schwimmer. Im Laufe seiner Karriere gewann er unter anderem neun Silber- und Bronzemedaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Bei seiner dritten Paralympics-Teilnahme in Rio 2016 erfüllte er sich mit dem Gewinn von Bronze über 100 Meter Brust den großen Traum einer Paralympics-Medaille. Nach einem schweren Autounfall im Mai 1998, bei dem ihm der linke Arm amputiert wurde, startete Onea mit dem Schwimmen als Therapie. Neben dem Sport moderiert Andreas Onea für den ORF verschiedene Sendungen und zeigt als Moderator und Speaker was als Mensch mit Behinderung alles möglich ist.


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