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ZWETTL. Jüngst luden die Grünen Zwettl zu einer Pressekonferenz, Anlass war die vernichtende Rechnungshofkritik am Truppenübungsplatz (TÜPl) Allentsteig, Sicherheitssprecher Emmerich Weiderbauer forderte eine Verkleinerung des TÜPl auf ein Drittel.

V.l.: Bezirkssprecher Andreas Piringer, Grüne Zwettl Obfrau Silvia Moser, Gemeinderätin Gabriele Linser und Landtags-Klubobfraustellvertreter Emmerich Weiderbauer.

Ungerechtfertigte Preisnachlässe bei Holzverkäufen, nicht nachvollziehbare Vergabe von Holzschlägerungen, undurchsichtige Jagdverträge, überhöhte Auszahlung von Überstundenpauschalen – die Liste der Rechnungshofkritik ist lang. Einmal mehr fordern die Grünen Zwettl, allen voran Sicherheitssprecher Weiderbauer, eine Neustrukturierung des Truppenübungsplatzes. „Der TÜPL Allentsteig ist zum Sumpf mutiert. Steuergeld wurde versenkt, Führungskräfte machen, was sie wollen und unkoordiniertes Üben raubt den Bewohnern den Schlaf oder vermiest ihnen den Tag. Dieser Sumpf muss trocken gelegt werden“, so Weiderbauer.

Er plädiert für eine Verkleinerung des Truppenübungsplatzes. Ein Drittel des 157 Hektar großen TÜPl solle für Übungszwecke erhalten bleiben bzw. zum modernen Sicherheitszentrum ausgebaut werden, „für Übungen mit Blaulichtorganisation und unter der Voraussetzung, dass Übungen koordiniert stattfinden und die Bevölkerungrechtzeitig darüber informiert wird“. Die anderen zwei Drittel sollen der Bevölkerung zurückgegeben werden, „als Naherholungsgebiet oder Naturschutzpark, und für die landwirtschaftliche Nutzung“, auch für den Tourismus sieht man diesbezüglich Chancen.

„Keine Einbußung von Arbeitsplätzen“

Andreas Piringer und Silvia Moser von den Grünen in Zwettl unterstützen das Ansinnen Weiderbauers - ist es doch eine Forderung, die sie selbst seit Jahren wiederholt äußern. Das vielfach wiederholte Argument das dadurch Arbeitsplätze eingebüßt werden, wollen sie nicht gelten lassen. „Die 157 Hektar sollen unterschiedlich genutzt und bewirtschaftet werden. Es können sogar mehr Arbeitsplätze entstehen, wenn hier alle an einem Strang ziehen und sich um ein gemeinsames Konzept mit Mehrwert für die gesamte Region, die Bewohner und das Bundesheer bemühen“, ist sich Piringer sicher.


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