Straßenausbau im Waldviertel: „Quantensprung für verkehrspolitische Arbeit“
ZWETTL. 140 Millionen Euro werden noch bis 2020 in den Straßenausbau im Waldviertel investiert – so Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) im Zuge eines Pressegespräches in Zwettl. Er bezeichnet die umfassenden Ausbaumaßnahmen als Quantensprung für die verkehrspolitische Arbeit im Waldviertel.

„Die Fahrzeit nach Wien konnten wir um 30 Minuten verringern“, so der Landeshauptmann, dies läge daran, dass man sich in den letzten 20 Jahren auf den Ausbau von zwei Achsen (160 Millionen Euro) konzentrierte: Wien – Stockerau – Horn – Gmünd sowie Krems – Zwettl – Vitis. Bis 2020 fließen nochmals 140 Millionen Euro in die Waldviertler Straßen, jedes Jahr ein Bauprojekt pro Achse (Infos unterhalb).
Umfahrung Zwettl
Bis Herbst 2017 soll das Großprojekt „Umfahrung Zwettl“ dann für den Verkehr freigegeben werden, zeitlich liege man voll auf Schiene, wie NÖ Straßenbaudirektor Josef Decker bestätigt. Bürgermeister Herbert Prinz (VP) spricht diesbezüglich zwar von einer schwierigen Geburt, aber „das Kind wächst hervorragend.“ Die Erwartungshaltung wäre groß, die konkreten Folgen sind aber schwer abzuschätzen, wie Prinz ergänzt. Positiv könne sich die Umfahrung vor allem auf die Ansiedlung von Betrieben als auch auf den Tourismussektor auswirken. Nicht zu vergessen, die verbesserte Lebensqualität: Um 50 Prozent werde sich der Verkehr in der Zwettler Stadt reduzieren, schätzt Pröll, er spricht von einem „neuen Lebensgefühl“ in Bezug auf das reduzierte Lärm- und Gefahrenpotential.
Achse Wien – Stockerau – Horn – Gmünd:
- 2016: Niveaufreimachung Horn-West und der dreispurige Ausbau Ziersdorf Süd
- 2017: dreispuriger Ausbau Fürwald
- 2018: dreispuriger Ausbau Großburgstall
- 2019: dreispuriger Ausbau Heldenberg
- 2020: dreispuriger Ausbau Baumgarten
Achse Krems – Zwettl – Vitis:
- 2017: Umfahrung Zwettl fertig
- 2018: dreispuriger Ausbau Gneixendorf – Stratzing
- 2019: dreispuriger Ausbau Stratzing – Droß
- 2020: Umfahrung Großglobnitz – Kleinpoppen
Fakten Umfahrung Zwettl
Die 10,7 Kilometer lange Umfahrung mit sechs Anschlussstellen wird mit 21 Brückenobjekten (davon fünf Talübergänge) gewährleistet. 33.000 Kubikmeter Beton werden benötigt, 1,3 Millionen Kubikmeter Erdmaterial umgewälzt und 21.000 Laufmeter an Rohren verlegt. Rund 250 Mitarbeiter sind am Projekt beschäftigt. Nächstes Jahr um diese Zeit soll die Umfahrung bereits in Betrieb sein. 2017 wird eine dreimonatige Sperre vonnöten sein (lokale Umfahrung von Zwettl). Von einer Fahrtzeiteinsparung von bis zu 15 Minuten auf der Strecke Gmünd beziehungsweise Weitra – Krems – St. Pölten ist die Rede.


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