AMS-Monatsbilanz: Qualifizierte Fachkräfte fehlen im Bezirk Zwettl
ZWETTL. Zwar stieg die saisonale Arbeitslosigkeit im Jänner aufgrund der winterlichen Verhältnisse an, im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) für Jänner jedoch einen Rückgang von 5,6 Prozent an Arbeitslosen. Der Personalbedarf bei vielen Unternehmen, vor allem in der Gastronomie, im Pflegebereich oder in handwerklich-technischen Berufen ist weiterhin groß.

Aufgrund der winterlichen Verhältnisse ist im Bezirk Zwettl die saisonale Arbeitslosigkeit im Jänner gegenüber Dezember um 334 Personen von 1.314 auf insgesamt 1.648 Arbeitslose, davon 444 Frauen und 1.204 Männer, angestiegen. Der Vorjahresvergleich zeigt hingegen bei den Arbeitslosenzahlen ein Minus von 5,6 Prozent das sind insgesamt um 97 Betroffene weniger.
„Trotz des Rekordwinters am Ende des Monats können wir nach wie vor einen spürbaren Rückgang an vorgemerkten Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Das betrifft erfreulicherweise auch Arbeitslose, die nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen können“, erklärt Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer. „Im Vergleich zum Jänner 2018 ist die Zahl der Jobsuchenden, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, um 3,3 Prozent zurückgegangen.“
Personalbedarf weiter ungebrochen groß
Die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften hält weiterhin ungebrochen an. Im Bezirk Zwettl gab es beim Stellenzugang kein „Jännerloch“.
„Viele Unternehmen suchen sogar zusätzliches Personal. Im Jänner wurden beim AMS Zwettl 269 offene Stellen gemeldet, um 84 oder 45,4 Prozent mehr als im Jänner des Vorjahres“, berichtet Steinbauer. Nicht immer sind beim AMS die passenden, dem Anforderungsprofil entsprechenden Personen vorgemerkt. Besonders in den Bereichen Gastronomie und Pflege und in handwerklich-technischen Berufen fehlt es an qualifizierten Fachkräften, sodass manche Stelle nur schwer zu besetzen ist.
Trotzdem wäre es aus Sicht des AMS wichtig, dass Jobangebote gemeldet und somit transparent werden. „Vielleicht nutzen Waldviertler, die irgendwann aus beruflichen Gründen abgewandert sind, die Gelegenheit wieder in ihrer Heimat jobmäßig neu durchzustarten, wenn sie im eJobroom des AMS auf einen passendes Angebot stoßen“, meint Steinbauer.


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