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ALLENTSTEIG. Kainz kritisiert das unkoordinierte Vorgehen von Bundesministerin Tanner und spricht sich für Sicherheitsinsel am Truppenübungsplatz Allentsteig aus.

V.l.: Gemeinderat Horst Strasser, Nationalratsabgeordneter Alois Kainz und Helmut Koller.Foto: FPÖ
V.l.: Gemeinderat Horst Strasser, Nationalratsabgeordneter Alois Kainz und Helmut Koller.Foto: FPÖ

FPÖ-Nationalratsabgeordneter und Bezirksparteiobmann Alois Kainz lud zur Pressekonferenz betreffend Bundesheer/Sicherheitsinsel Allentsteig im Gasthaus Kratochvil in seiner Heimatgemeinde Allentsteig ein. Im Rahmen der Pressekonferenz kritisierte Kainz das unkoordinierte Vorgehen von Landesverteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) in Bezug auf die Reformpläne des Bundesheeres: „Kurzzeitverteidigungsminister Thomas Starlinger, schlug bereits in seiner Amtszeit Alarm und gab bekannt, dass das Heer 17 Milliarden Euro an zusätzlichem Budget benötigt, damit es seine sicherheitspolitischen Aufgaben auch wahrnehmen kann. Auch wenn die Reduktion der militärischen Landesverteidigung offiziell von Tanner zurückgenommen wurde, bleibt der geheime Kürzungsplan von Tanners Kabinett aufrecht. Der massive Personalabbau, die Auflösung großer Verbände bei der Truppe, die planmäßige Vernichtung langfristig aufgebauter Kompetenzen degradiert das Bundesheer zum technischen Hilfswerk und zeigt, was unsere Ministerin wirklich vor hat. Gemeinsam mit der SPÖ und den NEOS, haben wir deswegen einen Misstrauensantrag gegen Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingebracht“, so Alois Kainz. Auch das Vorgehen in punkto Luftraumüberwachung lässt laut Kainz zu wünschen übrig: „In meinen Augen wäre eine Nachbeschaffung für die Saab 105 OE für den Unterschallbereich notwendig. Das Österreichische Bundesheer kann die Pilotenausbildung dadurch selber abdecken. Andernfalls müssten österreichische Piloten zur Ausbildung ins Ausland gehen, oder das Bundesheer müsste teure Doppelsitzer-Überschallflugzeuge nachkaufen.“

Sicherheitsinsel Allentsteig

Laut Alois Kainz wäre es wichtig zu überdenken, ob man den Truppenübungsplatz Allentsteig künftig als Sicherheitsinsel strukturieren sollte. „Hierfür müsste man zunächst die eigene Wärmeversorgung sicherstellen, wobei der Truppenübungsplatz sämtliche Ressourcen hätte um die Wärmeversorgung der beiden Kasernen selbst sicherzustellen. Wir haben bereits Personal für die Schadholzaufarbeitung und die notwendigen Geräte sind ebenfalls schon vor Ort im Einsatz. Laut Beantwortung einer von mir an Bundesministerin Tanner eingebrachten Anfrage, gibt es jedoch keine budgetären Mittel für die Errichtung einer Biomasseheizanlage. Auch eine Wiedereinführung der Truppenküche wäre notwendig. Wie die Beantwortung einer weiteren von mir eingebrachten Anfrage ergibt, ist dies jedoch auch nicht geplant“, so Alois Kainz. Die Wiedereinführung der Truppenküche wäre am TÜPLA jedoch ohne Probleme möglich und wäre ein wichtiger Aspekt um Autarkie hinsichtlich des militärischen Eigenbedarfs sicherzustellen. „Durch Wiedereinführung der Truppenküche und durch Sicherstellung der eigenen Wärmeversorgung würde der Standort in Allentsteig sämtliche Anforderungen an eine Sicherheitsinsel erfüllen. Allentsteig hat nämlich bereits eine eigene Tankanlage, eine eigene Wasserversorgung, eine Notstromanlage und ausreichend Lagerkapazitäten für die Bevorratung von Versorgungsgütern. Außerdem würde sich auch die Gesamtsituation für die Gemeinde Allentsteig verbessern. Als das Bundesheer noch häufiger Milizübungen durchgeführt hat und die Truppenküche noch bestand, war die wirtschaftliche Situation in Allentsteig besser“, so Nationalratsabgeordneter Alois Kainz.

Arbeitsplätze am Truppenübungsplatz Allentsteig

Betriebsansiedlungen, wodurch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, kann es in Allentsteig aufgrund des militärischen Sperrgebietes nicht geben, wodurch die Stadtgemeinde wenig Einnahmen aus der Kommunalsteuer erzielen kann. Laut Kainz wäre es daher umso wichtiger, dass Bundesministerin Tanner sämtliche freien Arbeitsplätze am Truppenübungsplatz Allentsteig zur Nachbesetzung im Zuge von Neuaufnahmen frei gibt und dass hierfür auch die notwendigen Planstellen zur Verfügung gestellt werden! „Somit würde der Region wirklich geholfen werden, und es würden nicht nur Bedienstete die sich bereits im Bundesdienst befinden hin- und herverschoben werden“, spricht Kainz weiter.


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