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Ö. Tomaten sind aus vielen Gärten, Hochbeeten und Balkonen kaum wegzudenken. Mit der richtigen Pflege bleiben die Pflanzen gesund, wachsen kräftig und bringen viele aromatische Früchte. Ein sonniger, geschützter Standort, regelmäßiges Gießen, ausreichend Nährstoffe, eine stabile Rankhilfe und das Entfernen von Seitentrieben helfen dabei, dass einer reichen Ernte nichts im Weg steht.

bellaflora Pflanzenexpertin Bettina gibt Tipps, worauf es bei den Tomaten im Garten, Hochbeet oder Topf ankommt. (Foto: bellaflora)

„Tomaten sind grundsätzlich unkompliziert. Doch wie viele Nachtschattengewächse lieben sie einen sonnigen, warmen und regengeschützten Standort. Ideal sind mindestens sechs bis acht Sonnenstunden pro Tag und warme Nächte mit mindestens zehn Grad Celsius“, weiß bellaflora Pflanzenexpertin Bettina. Tomaten wachsen zudem gut in Töpfen, jedoch brauchen sie genug Platz. Für kleinere Sorten wie Kirschtomaten eignen sich Pflanzgefäße mit etwa zehn bis 15 Litern Volumen. Größere Sorten wie Stabtomaten brauchen rund 20 bis 30 Liter. Auch im Beet sollten die Pflanzen nicht zu dicht stehen, damit sie ausreichend Licht und Luft bekommen.

Gute Erde, ausreichend Nährstoffe und regelmäßiges Gießen

Tomaten zählen zu den Starkzehrern und brauchen daher viele Nährstoffe, um gesund zu wachsen und reichlich Früchte zu bilden. Eine gute Basis ist nährstoffreiche Tomatenerde. Optimal ist es zudem beim Einpflanzen direkt organischen Tomatendünger, Hornspäne oder Kompost in die Erde einzuarbeiten.

Ab der Blüte unterstützt eine regelmäßige Versorgung mit flüssigem Tomaten- und Gemüsedünger, Brennnesseljauche oder Bokashi die Entwicklung. Auch Mulchen funktioniert gut bei Tomaten. Eine Mulchschicht, zum Beispiel mit Miscanthusstreu oder Öko-Mulchpapier, hält die Feuchtigkeit länger im Boden, schützt vor Austrocknung, fördert das Bodenleben und reduziert Beikräuter.

Beim Gießen gilt: regelmäßig, gezielt und direkt im Wurzelbereich, am besten mit Regenwasser. Die Blätter sollten dabei trocken bleiben, um Pilzkrankheiten wie Braunfäule zu vermeiden. Auch Staunässe ist nicht optimal. „Sobald die Tomaten ausreifen, kann das Gießen leicht reduziert werden. So reifen die Früchte schneller und entwickeln ein intensiveres Aroma. Austrocknen sollte die Pflanze natürlich nicht“, gibt Bettina als Tipp mit.

Tomatenpflanzen zeigen oft rasch, wenn ihnen etwas fehlt: Gelbe Blätter können auf Staunässe oder Nährstoffmangel hinweisen, rissige Früchte entstehen häufig durch unregelmäßige Wasserversorgung, schwaches Wachstum und wenige Früchte durch zu wenig Licht.

Ausgeizen und stützen für kräftige Pflanzen

Vor allem bei Stabtomaten ist das Ausgeizen ein wichtiger Pflegeschritt. Dabei werden kleine Seitentriebe entfernt, die in den Blattachseln wachsen – bestenfalls in den frühen Morgenstunden. So steckt die Pflanze ihre Energie stärker in die Fruchtbildung und wächst luftiger. Neben dem Ausgeizen brauchen viele Tomaten auch eine stabile Stütze. 

Zur Vorbeugung gegen Braunfäule empfiehlt bellaflora Pflanzenexpertin Bettina, die Blätter unter der ersten Fruchttraube zu entfernen, sobald sich die ersten Tomaten gebildet haben. Das verbessert die Durchlüftung und unterstützt die Pflanzengesundheit.

Gute Nachbarn für aromatische Tomaten

Auch die richtige Nachbarschaft tut Tomaten gut. Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Buschbohnen, Salat, Spinat, Ringelblumen und Studentenblumen eignen sich ideal als Pflanzpartner. Sie ergänzen sich gut, fördern die Pflanzengesundheit und wirken sich positiv auf Wachstum und Aroma der Tomaten aus. Laut bellaflora Pflanzenexpertin Bettina sind die Tomaten dann erntereif, wenn sie vollständig sortentypisch ausgefärbt sind und sich leicht vom Stiel lösen lassen. Dabei hilft der Drucktest: „Gibt die Schale bei leichtem Druck mit zwei Fingern etwas nach, ist die Tomate bereit für die Ernte.“

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