„Orfanelle“ von Franz Winter

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 20.12.2012 16:49 Uhr

Das Schicksal von zwei Waisenmädchen. In seinem neuen Roman „Orfanelle“ widmet sich Franz Winter einem musikalischen Thema: den Waisenkindern Pelegrina und Anna, die als Babys an der Pforte des Ospedale Sante Maria della Pieta abgegeben werden. Die eine wird eine virtuose Geigerin und wird nach Deutschland verkauft, die andere, eine begnadete Sängerin, tourt mit Antonio Vivaldi durchs Land. Die Folgen dieses immerwährenden Karnevals in Venedig sind Hunderte von Kindern, die verkauft oder weggelegt werden, die Knaben als billige Arbeitskräfte aufs Festland, die Mädchen verschwinden anonym hinter den Babyklappen der Waisenhäuser. Sie werden zu Krankenschwestern, Mägden oder Nonnen erzogen und viele von ihnen schiffsladungsweise als Siedlerbräute nach Übersee verkauft. Die Begabtesten werden zu Musikerinnen ausgebildet. Orchester entstehen, die von den berühmtesten Komponisten unterrichtet und mit eigens für sie geschaffenen Werken versorgt werden. Winter verwebt meisterhaft das Leben des weltberühmten Komponisten mit dem Schicksal zweier Findlingsmädchen.Autor: Franz Winter Orfanelle Braumüller Verlag240 Seiten, Hardcover mit SU ISBN: 978-3-99200-073-9 Preis: 21,90 Euro
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