Ohne Folgen die Sonne genießen

Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 19.06.2019 16:05 Uhr

Rot werden darf man gerne aufgrund eines Kompliments, nicht aber, weil man zu lange in der Sonne war. Um den Strandurlaub und vor allem die Tage danach in vollen Zügen genießen zu können, sollte man einige wesentliche Dinge beachten.

Ganz vorne weg, das Einschmieren mit Sonnencreme. „Je jünger die Haut, desto dünner ist sie und umso wichtiger ist ein zuverlässiger Schutz“, betont Reingard Hillisch, Fachärztin für Hautkrankheiten aus Eferding. Babys sollten deshalb gar nicht in die Sonne, bis zum 2. Lebensjahr empfiehlt sie einen mineralischen, also einen nicht chemischen Sonnenschutz. Ab dem 2. Lebensjahr sind dann spezielle Kindersonnencremen erhältlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift nicht nur beim Nachwuchs zusätzlich zu UV-Schutzkleidung.

15 Minuten vor dem Sonnenbad einschmieren

Das Einschmieren mit Sonnencreme sollte etwa 15 Minuten bevor man in die Sonne geht geschehen. Gerade im Badeurlaub empfiehlt Reingard Hillisch, sich noch vor dem Anziehen einzuschmieren, kurz einwirken lassen, Frühstücken gehen und dann geschützt ab zum Strand. Die meisten Sonnencremen sind bereits wasserfest. Wer sich aber länger im kühlen Nass aufhält, sollte trotzdem nicht auf das Nachschmieren verzichten. Genauso auch Sportler, denn durch das Schwitzen geht ebenso der Schutz verloren. Lieber also einmal zu oft schmieren, als zu wenig.

Vorsicht bei hellen Sonnenschirmen

Vorsicht ist auch unter einem hellen Sonnenschirm geboten. Dieser lässt gut und gerne 60 bis 70 Prozent der UV-Strahlung durch. „Wie unsicher ein solcher Schutz sein kann, merkt man daran, dass man selbst unter dem Schirm eine Sonnenbrille braucht“, erklärt die Fachärztin. Besser seien natürliche Schatten, wie von einem Baum oder einem Haus. Ein Bogen sollte auch um reflektierende Flächen, wie Wasser, Asphalt, aber auch Schnee gemacht werden, sie verstärken die UV-Strahlung. „Grundsätzlich gibt es eine ganz einfache Regel: Wenn mein Schatten kürzer ist als ich selbst, dann ist die Strahlung der Sonne besonders gefährlich. Das ist zum Beispiel zu Mittag der Fall, wenn die Sonne besonders hoch steht“, erklärt Hillisch.

Generell empfiehlt die Hautärztin auf eine Sonnencreme aus der Apotheke zurückzugreifen. Dort habe man die Garantie, wirklich mit allem versorgt zu sein, was die Haut braucht. 

Bei großflächigem Sonnenbrand zum Arzt

Und wenn doch einmal was schief geht? Bei Sonnenbrand helfen kühlende Sprays und Aftersun-Lotionen. „Ein großflächiger Sonnenbrand geht oftmals mit Schwindel, Schlecht sein und einem hohen Flüssigkeitsverlust einher. In so einem Fall ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen“, warnt Hillisch. Vorherzusehen ist ein Sonnenbrand leider noch nicht. Der Schaden entsteht zwar sofort, das Ergebnis ist aber meist erst am nächsten Tag ersichtlich. Gerade bei einem kühlen Wind am Strand oder leicht bedecktem Himmel heißt es aufpassen, da man dann oftmals die Kraft der Sonne unterschätzt. Also lieber vorbeugen als danach leiden. 

Einmal jährlich zur Hautkontrolle

Wer wirklich sicher gehen möchte, sollte einmal jährlich zur Hautkontrolle gehen, denn die Zahl an Hautkrebspatienten ist steigend. „Gerade wenn jemand schon viele Sonnenbrände hatte oder einfach viele Muttermale hat, ist eine jährliche Kontrolle unbedingt zu empfehlen“, so die Fachärztin. Man selbst sollte ein Auge auf neue Pigmentflecken haben, oder auf Muttermale, die anders aussehen als die, die man hat, grauschwarz oder rötlich sind, sich rasch verändern, ausfransen oder scheckig werden.

Auch der weiße Hautkrebs wird immer mehr. Dabei handelt es sich aber nicht um weiße Flecken, sondern um rote, raue Stellen meist im Gesicht und Dekolleté, die nicht mehr weggehen. Betroffen sind vom weißen Hautkrebs vor allem Menschen ab 50 +, an eben Körperpartien, die viel Licht ausgesetzt sind. Männer mit Glatze sollten deshalb unbedingt zur Kopfbedeckung greifen.

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Kommentare

  1. Elfi
    Elfi19.06.2019 17:39 Uhr

    Ohne Folgen die Sonne genießen - In diesem Beitrag wird empfohlen, auf eine Sonnencreme aus der Apotheke zurückzugreifen. Beim Test der Zeitschrift Konsument hat die Sonnencreme von LIEDL am besten abgeschnitten und diese kostet wahrscheinlich nur ein 1/4 von denen aus der Apotheke.

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