BurnOut Prävention Tipp #3: Erziehen Sie Ihren Schweinehund!

Wolfgang Tejral, , 29.02.2020 00:05 Uhr

In meinen ersten beiden Tipps ging es um eine kleine Inventur. Vielleicht haben Sie das eine oder andere Defizit gefunden und sich sogar vorgenommen, ein wenig besser auf sich zu achten. Und? Haben Sie etwas davon umgesetzt?

Wenn nicht, trösten Sie sich. Sie sind ganz sicher nicht allein damit. Denn obwohl wir wissen, dass wir dies oder das für unsere Gesundheit tun könnten, fällt es uns schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Bei manchen Menschen ist dieser berühmte Schweinehund ein kleiner Dackel, andere wiederum tragen einen Bulldoggen-Kampfhund mit sich herum. Ich gehörte früher zu letzterer Kategorie. Es kostete mich unglaubliche Anstrengung, meine Gewohnheiten zu verändern und meist dauerte es auch nicht lange und mein Schweinehund zog mich wieder zurück in die alte Spur, sozusagen zurück auf die Couch. Deshalb hatten die ungesunden Glaubenssätze, die alten Muster und Gewohnheiten und belastenden Situationen so lange Zeit, meine Kraftreserven Stück für Stück bis auf die Knochen abzunagen. Und plötzlich war ein kleines Problem ein Riesendrama und mein Leben schien mir völlig entglitten zu sein.

Heute ist das anders. Ich habe meinen inneren Schweine-Kampfhund erzogen. Das kostete mich Energie und Überwindung, aber soll ich Ihnen etwas verraten?

Der Preis, den ich bezahlt habe, als ich nichts verändert hatte, war um ein Vielfaches höher.

Anders gesagt: Wenn man selbst nichts verändert, verändert sich früher oder später alles. Und zwar radikal.

Dieser Umstand ist den meisten Menschen nicht bewusst. Aber genau darum geht es. Wenn man kein Gefühl dafür hat, was ein BurnOut bedeutet, was also auf der anderen Seite der Waagschale liegt, wie könnte man dann den Preis abschätzen? Das Dumme ist noch dazu: Der Preis steigt ständig. Am Ende wird es für Betroffene sehr teuer. Leider kostet eine solch tiefe Krise immer wieder auch Menschen das Leben.

Nach meinen Vorträgen erhalte ich oft die Rückmeldung, dass meine Geschichte die Menschen berührt und sie eine Ahnung davon entwickeln konnten, was es heißt, auszubrennen. Sie werden achtsamer und die Wahrnehmungsschwelle sinkt, das heißt, sie reagieren früher auf Anzeichen. Und wer früher reagiert, spart Energie und Leid.

Auf sich zu achten ist also eine Energiesparmaßnahme und es gibt kaum etwas, das mehr im Trend liegt.

Seien Sie also bitte achtsam, denken Sie an den Preis und entwickeln Sie die Kraft, sich Gutes zu tun. Fangen Sie mit kleinen Veränderungen an, auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden. Seien Sie nachsichtig mit sich, wenn Sie mal „rückfällig“ werden. Ohne Ausnahmen gibt es auch keine Regel.

Tun Sie immer etwas FÜR sich und arbeiten Sie nicht GEGEN etwas. Wenn Sie Ihre Ernährung verändern, tun Sie das bitte FÜR ein besseres Wohlbefinden und nicht GEGEN die hohen Cholesterinwerte.

Ganz im Sinne von „Fridays for Future“ möchte ich Sie dazu inspirieren, nicht nur Ihren Abfall, sondern auch den emotionalen Müll zu trennen, nicht nur die Verwendung von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, sondern auch altes Denken loszulassen und schließlich nicht nur im Haus Energie zu sparen, sondern auch in der Gestaltung Ihres Lebens. Wie Sie das hinbekommen, darum geht es in den nächsten Beiträgen.

 

Widmen Sie den Freitag gerne der Umwelt und denken Sie an den anderen Tagen an sich selbst.

 

Alles Liebe,

 

Wolfgang

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