Hundesport Mantrailing: „Beim Fund muss für den Hund richtig Partystimmung sein“

Daniela Toth Tips Redaktion Daniela Toth, 16.03.2022 06:11 Uhr

Rund 20 Mitglieder stark ist der Verein „Traildogs Gmunden“. Gemeinsam mit ihren Hunden perfektionieren sie die Spurensuche – in Form von „Mantrailing“, dem Aufspüren versteckter Menschen nur anhand ihrer Geruchsspur. Der gemeinsame Sport schweißt Mensch und Tier als Team zusammen.

Auf den ersten Blick sieht es wie ein gewöhnlicher Spaziergang mit Hund aus. Doch das Tier ist hochkonzentriert, lässt sich nicht von der Spur abbringen – und entdeckt schließlich sein gut verstecktes menschliches Ziel. Für die Hunde ist das Mantrailing einerseits Schwerarbeit, andererseits aber auch ein aufregendes Spiel, erklärt Horst Konrad.

Spaß und Kopfarbeit für den Hund

Der Scharnsteiner ist selbst Mitglied bei den Traildogs. „Bei der Suche gibt man ihnen zuerst den Geruchsartikel – das kann ein Zuckerlpapier sein, das die gesuchte Person in der Hosentasche hatte. Dann sucht der Hund die Spur und verfolgt sie, bis er den Menschen in seinem Versteck findet“, erklärt Konrad. Dabei darf sich der Hund weder von neueren noch von verlockenderen Spuren abhalten lassen. „Viel Kopfarbeit für den Hund, am Anfang ist schon eine Viertelstunde für die Hunde anstrengend“, erzählt der Scharnsteiner. Ist das Versteck dann gefunden, kennt der Jubel keine Grenzen: „Für den Hund muss beim Fund richtig Partystimmung herrschen – mit Leckerlis und allem“, so Konrad.

Trainiert werden die Tiere in Kooperation mit der Polizei. Polizeibeamter Bernhard Stummer ist Obmann des Vereins und einer der wenigen INTBI-Trainer in Österreich. INTBI (International Bloodhound Training Institute) ist die größte Mantrailing-Ausbildungsinstitution weltweit.

Auch als Retter im Einsatz

Das Mantrailing dient der gemeinsamen Beschäftigung und schweißt Mensch und Hund als Team zusammen. Wenn es intensiv geübt wird, kann es aber auch Leben retten: Horst Konrad und sein Hund Sam sind auch bei der Rettung aktiv und unterstützen die Einsatzkräfte bei Suchaktionen, etwa in Altenheimen. „Während die Flächenhunde bestimmte Sektoren untersuchen, schauen wir, in welche Richtung es gehen soll“, so Konrad. Manchmal kann es aber auch schnell gehen: „Bei unserem ersten Einsatz wurde eine Frau gesucht. Wir sind um das gesamte Gebäude und haben keine Spur gefunden. Ich habe gesagt: Sie muss noch im Haus sein – und als man noch einmal genau geschaut hat, war sie wirklich in einem verschlossenen Zimmer.“

Mehr über die Traildogs: https://gmunden.traildogs.eu

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