Mazda MX-5: Kein bisschen weise

Motor | fahrfreude.cc Motor | fahrfreude.cc, Tips Redaktion, 30.05.2021 22:01 Uhr

Mazda feiert seinen 100.Geburtstag und hat auch den MX-5 zur Feier eingeladen. Was bei ihm an einen 100-jährigen erinnert? Genau. Nichts. Die Jubiläumsedition „100 Years“ zieht sich durch die gesamte Modellpalette, ihren emotionalen Höhepunkt findet sie unweigerlich im MX-5. Er ist nicht nur für Fans der Marke der wohl beste Mazda aller Zeiten. Es lieben ihn auch Menschen, die zu den Japanern wenig bis keine Affinität haben. Immerhin ist der MX-5 der meistverkaufte Roadster auf Gottes Erden. Zudem lässt sich seine Beliebtheit daran erkennen, dass wohlwollende und anerkennende Blicke anderer Verkehrsteilnehmer zum täglichen Begleiter werden.  

Mazda feiert seinen 100.Geburtstag und hat auch den MX-5 zur Feier eingeladen. Was bei ihm an einen 100-jährigen erinnert? Genau. Nichts. 

Die Jubiläumsedition „100 Years“ zieht sich durch die gesamte Modellpalette, ihren emotionalen Höhepunkt findet sie unweigerlich im MX-5. Er ist nicht nur für Fans der Marke der wohl beste Mazda aller Zeiten. Es lieben ihn auch Menschen, die zu den Japanern wenig bis keine Affinität haben. Immerhin ist der MX-5 der meistverkaufte Roadster auf Gottes Erden. Zudem lässt sich seine Beliebtheit daran erkennen, dass wohlwollende und anerkennende Blicke anderer Verkehrsteilnehmer zum täglichen Begleiter werden.

Ja, das gilt auch für den „Retractable Fastback“, seines Zeichens die Hardtop-Variante des Bestsellers. Ihr mag etwas der Hauch des Purismus fehlen, glänzt dafür mit einem technisch beeindruckenden Dachmechanismus und einer Portion mehr Ganzjahrestauglichkeit. Das Carbiofeeling leidet darunter nicht im mindesten, bei geöffneten Fenstern zieht es so wie es sich gehört, ist es laut wie es sich gehört. Und wer nicht hauptberuflich Rennfahrer ist, wird die 47 Kilogramm Mehrgewicht in keiner Sekunde bemerken.

Schon gar nicht in der 184 PS starken Topversion. Die Königsklasse der Skyactiv-G Benzinmotoren und der gerade einmal 1.147 Kilogramm leichte MX-5 sind ein Traumduo. Marke Bud Spencer&Terence Hill. Auf der einen Seite der vor Kraft und Drehfreude agierende füllige 2.0 Liter Benziner, auf der Anderen der leichtfüßig tänzelnde und nie den Halt verlierende Mazda. Eh klar gehört zur endgültigen Glückseligkeit das gewohnt unfassbar knackige 6-Gang-Schaltgetriebe. Uns ist nur leider kein Traumtrio aus der Filmindustrie eingefallen.

Fahrdynamisch ist und bleibt der MX-5 Benchmark.

Die Besonderheit des frei saugenden und hochdrehenden Benziners ist quasi das Tüpfelchen auf dem i. Zumindest für all jene, welche selber Teil der Dynamik sein wollen. Das erst bei 4.000 Touren anliegende maximale Drehmoment verlangt eifriges Schalten und Walten. Hier übernimmt kein Turbo und keine Automatik. Jede Kurve wird vom Piloten aktiv mitgestaltet, Vollbremsung, zwei Gänge runter, Vollgas bis 7.500 Touren, nächster Gang. Wahnsinn.

Dieser (wunderschöne) Wahnsinn hat freilich einmal ein Ende. Das Leben ist keine Aneinanderreihung von Kurven. Der schnöde Alltag nimmt dem MX-5 sicher etwas von seinem Zauber. Erst dann bemerkt man, dass er etwas hart gefedert ist. Und dass er doch recht eng geschnitten ist, kein Platz für den Hund ist und der Kofferraum eher Taschenraum heißen müsste. 

Irrelevant? Dann unbedingt zugreifen. Das „100 Years“ Sondermodell baut auf der „Revolution“-Ausstattung auf, die bereits LED-Matrix-Lichter, Bose Soundsystem oder Navi beinhaltet. Zusätzlich gibt es die „Snowflake Weiß“ – Lackierung, burgunderrotes Leder, ein Sperrdifferential, einige „100 Years“ Designelemente und diverse Assistenzsysteme. Mehr Fahrspaß um EUR 41.490,00 ist weit und breit nicht in Sicht.

 

Echt lässig: Die nächste Kurve.

Echt stressig: Die Sicht auf Ampeln. Danke SUV´s.

Echt fett: Die zu Ende gedachte Bedienung.

Echt jetzt: Eine Müdigkeitserkennung in einem MX-5?

 

 

Daten Mazda MX-5 RF G184 100 Years 

Motor: 4-Zylinder Benziner

Leistung: 184 PS

Max. Drehmoment: 205 Nm / 4000 U.

Testverbrauch: 6,9 Liter

Vmax: 220 km/h

0 auf 100 km/h: 6,8 Sek

Preis ab EUR 41.490,00

 

Weiterlesen beim Motorblog fahrfreude.cc

 

 

 

Kommentar verfassen

VW Arteon SB: Und dann kam er

Wir wähnten uns bereits in einer Welt unter der Diktion der SUV´s, ökologisiert mit Akkus in allen Größen. Doch dann war da der VW Arteon Shooting Brake. Der Shooting Brake ...

Mazda MX-30: Urban Challenge 2021

Um das Sparpotential des MX-30 unter Beweis zu stellen rief Mazda zur Urban Challenge nach Wien. Doch wir wollten mehr als nur Strom sparen. Worum ging es konkret? Der Mazda MX-30 ist eines der schönsten ...

Ford Mustang Mach-E: Das Elektroauto 2021?

Spontan mag der Name für das erste E-Auto von Ford etwas überzeichnet wirken. Tut es nicht, wie wir auf ersten Testfahrten feststellen durften.Ford hat nach Wien eingeladen, Snacks, Pressekonferenz ...

Ford Puma ST: Gelegenheit macht Fliege

Passender fahrbarer Untersatz vorausgesetzt, kann der ganze Tag eine einzige Gelegenheit sein. Der Ford Puma ST ist so einer. Die Kölner haben mittlerweile so einige emotional besetzte Modelle ...

Opel Corsa-e: Kein Fehler im System

Auch wenn Elektroautos immer besser werden, die Meisten haben doch ihre Schwachstellen. Nicht so der Opel Corsa-e, er ist schlüssig bis ins letzte Detail. Ursprünglich hatte die E-Mobilität ...

Seat Tarraco eHybrid: Der Bio-Tarraco

Nicht alles, was sich „Bio“ auf die Fahnen heftet, ist tatsächlich Bio. Beim Seat Tarraco eHybrid darf man selber darüber entscheiden.Ist ja auch einmal ganz angenehm. Sich keine Gedanken ...

BMW M3 Competition: Leben am Limit

Der Plan war, den BMW M3 Competition auf Herz und Nieren zu testen. In echt hat der M3 das Testprotokoll quasi auf den Kopf gestellt.Wir haben ein Bild vor Augen, wo der BMW in der Redaktionsgarage steht, ...

VW Touareg R: Der Souverän

Der VW Touareg R e-Hybrid ist nicht nur der stärkste Touareg, sondern überhaupt gleich der stärkste VW. Eine Überraschung ist das keine, SUV´s und Plug-in-Hybrid Technik verstehen ...