Schlösserweg

Online  Redaktion Tips Redaktion Online Redaktion, 09.02.2017 14:44 Uhr

Mining – das alte Muninga, wo schon Kelten hausten und man mehrere Gräber aus der La-Tene-Zeit freilegen konnte – liegt im eiszeitlich geformten Terrassenland am Unteren Inn und wurde in seiner jüngeren Vergangenheit geprägt von den Herrschaften Frauenstein, Mamling und Sunzing. Ihre bis heute gut erhalten gebliebenen Schlösser sind neben fünf weiteren sehenswerten Stationen auf einem neu beschilderten, 9 km langen Rundweg zu bewundern.

von MICHAEL WASNER

Erste Station ist die von einem 56 m hohen Zwiebelturm gekrönte gotische Pfarrkirche mit einer überlebensgroßen Rochusstatue von Meinrad Gugenbichler und zahlreichen Grabsteinen aus dem 16. Jahrhundert. An der Straßengabelung dahinter weist der linke Wegweiser nach Frauenstein, den eigentlichen Ausgangspunkt des Schlösserweges. Da wir aber im Ortszentrum starten, halten wir uns an seine blauweißen Markierungstafeln mit Löwenlogo und gelbem Richtungspfeil. Diese folgen kurz der Vorrangstraße und leiten links entlang der Gundhollingerstraße zur 2. Station nahe der Bahnhaltestelle (km 1,4), die über den Landadel und seine Schlösser berichtet. 

 

Nach weiteren 1,5 km erreichen wir nach einem kurzen Waldstück den Stammsitz der Mamlinger mit Schlosskapelle (3, heute Privatbesitz). Rechts in die Hagenauer Landesstraße einbiegen (Blick zur Mühlheimer Pfarrkirche), dann links am Römerradweg in den Weiler Untersunzing, wo bei km 4,6 der Stammsitz der Sunzinger (4) – ein ehemaliges Wasserschloss mit Getreidemühle (bis 1972 in Betrieb) – zu sehen ist. Der Güterweg verläuft nun am Rande der Innauen über Obersunzing nach Frauenstein. Die Bründlkapelle (Station 5 – km 5,1) sowie das Naturdenkmal Stieleiche am Römerrastplatz (Station 6 – 5,6 km) sorgen an diesem kurzweiligen Wegstück für Abwechslung. Nach der Frauensteiner Kapelle verläuft der Schlösserweg rechts durch den Ort hinaus zum Grenzübergang Innkraftwerk. Imposant der über 300 Jahre alte Frauensteiner Auwaldriese als Station 7 nach 7,1 km. Und keine 200 m weiter gewährt der doppelt so alte Torturm Einlass auf Schloss Frauenstein (8), wo sich in den baulichen Überresten der 1000 Jahre alten Burg heute die Burgschänke Frauenstein (geöffnet bis 18. Dez. an den Wochenenden von 11.30 bis 17 Uhr, Gastgarten mit Blick auf den Innstausee) befindet. Durch die Bemühungen des Fördervereins „Lebendiges Frauenstein“ wurde der Salzstadel renoviert, als Museum eingerichtet und bietet neben der Naturbühne Platz für kulturelle Veranstaltungen. 

 

Vor den Schlossmauern breitet sich der Innstausee vom Kraftwerk Ering-Frauenstein, welches Fußgängern und Radfahrern den Grenzübertritt ermöglicht, aus. Der Schlösserweg führt nun auf gleicher Route wieder in den Ort Frauenstein und über Hohes Kreuz und Mühlheimerstraße zurück nach Mining (1,7 km). Als Alternative für dieses etwas eintönige Schlussstück bietet sich der Via Nova Pilgerweg an. Dieser folgt dem Inndamm einen schwachen km aufwärts bis zum nächsten Dammabgang (Wegweiser nach Mining und Honigwirt). Ein Bacherl queren, durch das Augebiet der bald sichtbar werdenden Pfarrkirche zu und über die Berggasse kurz aufwärts zum Honigwirt (MI und SA Ruhetag). 

 

GEHZEIT:

2 bis 2 ½ Std. für 9 km

ANSTIEGE: 75 m

WEGBESCHAFFENHEIT: Straßen und Güterwege, Au-Variante Schotter- und Karrenwege

PDF Download

Kommentar verfassen

Donaublicke vom Ciconia-Rundweg

Zwischen den herbstbunten Hangwäldern der Donau hindurchschlängelnd, präsentiert sich das Naturwunder Schlögener Schlinge zurzeit von seiner allerschönsten Seite. Die 11,2 km lange ...

Auf den Hutberg

Es hat sich einiges getan in der idyllischen Bergbauernregion Vorderstoder: Im Ortsbereich verführt ein soeben fertig gestellter, 3 km langer Parcours zum Wander- Minigolfen und über die einst ...

Adventzauber am Wolfgangsee

Strobl und St. Wolfgang – zwei Orte am Wolfgangsee, die sich in der besinnlichsten Zeit des Jahres in eine Weihnachts-Wunderwelt verwandeln, in der man wie nirgendwo anders bei Kerzenschein, Glühwein-Duft ...

Am Weg des 20. Jahrhunderts

EGGENBURG. Das Krahuletzmuseum in Eggenburg ist der Ausgangspunkt für eine Rundwanderung zu den geheimnisvollen Kogelsteinen mit anschließender Stärkung in der Stoitzendorfer Kellergasse. ...

Am Bärentrail durchs Waldviertel

RAPPOTTENSTEIN/ZWETTL. Anfang Juni wurde der neue Wanderweg „Bärentrail“ eröffnet. Wanderer und Naturfreunde können entlang unterschiedlicher Routen die Naturwunder des Waldviertler ...

Gute Aussichten im Elsbeerland

STÖSSING/ST. PÖLTEN-LAND. Wo das Mostviertel in den Wienerwald übergeht, liegt die Region Elsbeere-Wienerwald. Das sanft gewellte Land ist mit Wäldern, Wiesen und Feldern bedeckt, dazwischen ...

Am Weg des 20. Jahrhunderts

REINGERS/GMÜND. Der „Weg des 20. Jahrhunderts“ ist ein tschechisch-österreichischer Themenweg, der die Grenzregion durchzieht. An einige Plätzen befinden sich Lehrtafeln, auf denen ...

Weingärten, Hohlwege und ein riesiger Korkenzieher

TRAISMAUER/ST. PÖLTEN-LAND. In Traismauer sind Menschen schon sehr lange ansässig. Auch Wein wird bereits mehr als Tausend Jahre angebaut. Eine Rundwanderung führt durch eine liebliche Landschaft ...