Wandervergnügen auf der Zwieselalm

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 20.09.2019 10:27 Uhr

Die Gosaukammbahn zur Zwieselalm eröffnet Naturliebhabern die schönsten alpinen Weitendes Salzkammergutes. Genuss-Spaziergänger und Hüttenwanderer kommen auf dieser „Bilderbuchalm“genauso auf ihre Kosten wie der routinierte Bergfex, welcher mit der Eroberung des Großen Donnerkogels eine überaus lohnende Herausforderung vorfindet. von Michael Wasner

Schon die Auffahrt mit den Gondeln, vor der Kulisse von Gosausee, Dachstein und Gosaugletscher, in die Wandflucht des Gosaukammes st ein großartiges Schauerlebnis und lässt uns die 550 Höhenmeter bzw.1 ½ Stunden Anstieg auf dem AV Weg 620 bequem einsparen. Von der Bergstation (1.475 m) ist es nur eine knappe Viertelstunde zur Gablonzerhütte und Breiningalm (1.522 m). Der Weg führt durch Bergwald mit mächtigen Wetterfichten. Während Genusswanderer eventuell eine erste Hütteneinkehr in Erwägung ziehen, sollten Gipfelstürmer gleich links dem Schild „Großer Donnerkogel“ folgen, verläuft doch der Steilanstieg meist unbeschattet im Fels.

Das Gipfelziel:Großer Donnerkogel

Vorerst geht„s noch mäßig ansteigend entlang des Austriaweges über das Törleck (Sendeanlage) in den unteren Törlecksattel (1.575m), welcher sich bereits auf Salzburger Gebiet befindet. Kurz davor beginnt auch der vom Bergführer Heli Putz neu errichtete “Intersport Klettersteig„. Diese Kletterführe (Schwierigkeitsgrad bis C/D) über den kleinen Donnerkogel zum Großen erfordert an die 3 Stunden. Die Normalroute verlässt sodann links den Austriaweg und wir gelangen am westlichen Wandfuß des kl. Donnerkogels in einen steileren Latschengürtel, der von Felsstufen und Karrenfeldern unterbrochen wird. Wir erreichen die Südseite, das Gelände wird steiler. Manchmal müssen wir in felsigen Passagen “Hand anlegen„, aber es gibt ausreichend gute Griffe und breite Tritte.

Weiter oben wird der Weg wieder sanfter, und nach einigen Felsaufschwüngen erreichen wir nach etwa 2 Stunden den Grat mit dem Gipfelkreuz. Schwindelerregend ist der Tiefblick entlang der lotrecht abbrechenden Felswand hinab zum Gosausee, großartig die Schau über die Grate und Gipfel des Gosaukammes hinüber zum König Dachstein und hinaus zu den schneebedeckten Dreitausender der Hohen Tauern.

Almwandernvon Hütte zu Hütte

Für die Hüttenrunde (1 ½ Stunden) folgen wir dem an der Gablonzerhütte vorbeiziehenden Höhenweg noch ein Stück aufwärts zur Gabelung und erreichen links nach weiteren 10 Minuten die Sonnenalm (1.554 m), den höchst gelegenen Gastbetrieb im Bergraum der Zwieselalm. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick über das Almgebiet und in die Gipfelflucht des Gosaukammes. Oberhalb sieht man bereits die von einer Liftstation und einem Gedenkstein geschmückte Zwieselalmhöhe (1.587m, auch Hühnerkogel genannt), die nun auf bekiester Wegpromenade in steilen Kehren angesteuert wird.

Die Aussicht ist berühmt und umfasst die Osterhorngruppe, die Berchtesgadener Alpen, Hagen- und Tennengebirge, den Hochkönig, die Dachsteingruppe, Radstädter Tauern, das Tote Gebirge und die Hohen Tauern vom Hafnereck bis zum Kitzsteinhorn. Das bei den Schiläufern berüchtigte “Kanonenrohr„ zeigt sich im Sommer als ein von Almrausch geschmückter Wiesenhang, der steil zum Zwieselalmhaus hinableitet (1.436 m – ¾ Stunde).

Dort gibt es als Spezialität Kasnockn und Kaiserschmarrn,und den Gratisblick zum Untersberg. Hinter dem Gastgarten dreht der Rundweg wieder zurück zur Seilbahnstation. Nach der Abzweigung des Herrenweges kurzer Waldanstieg hinauf zum nächsten Almboden. Linker Hand, von Krummholz und Sträuchern getarnt, ein lauschiges Rastbankerl mit Prachtblick auf den Gosausee und den darüber majestätisch thronenden Hohen Dachstein. Nun am breiten, markierten Jägerweg zurück zur Gablonzerhütte. Oder wir nehmen den beim Bankerl weiterführenden schmalen Jagdsteig, der uns, nahezu eben durch die Waldflanke,über die Steineralm direkt zur Bergstation hinüberleitet.

 

Artikel weiterempfehlen:
PDF Download

Kommentar verfassen

Gemeinsame Wanderung der Pensionisten

Pensionisten aus St. Florian trafen sich in Hofkirchen zu einer gemeinschaftlichen Wanderung in Hofkirchen.34 Pensionisten wanderten in Hofkirchen bei herrlichen Wetter durch Feld Wald und Wiesen. Auch ...

Pilger in Mauthausen

Pilgern liegt im Trend, immer mehr Menschen begeben sich auf eine persönliche Wallfahrt und erleben die Kombination von Natur, Bewegung und Glauben. Pilger die am Jakobsweg nach Mauthausen wandern, ...

Mohnblüte am Mohnleutweg

Leuchtend weiß, tiefrot und zart lila blühende Felder, so weit das Auge reicht – ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst. Nur wenige Wochen im Jahr lässt sich dieses Naturschauspiel ...

Bergerlebnis Schieferstein

Am rechten Ennsufer, zwischen Reichraming und Losenstein, dominiert das eigenartige Felshorn aus Schiefergestein, dessen Besteigung sich großer Beliebtheit erfreut, und das nicht nur der prächtigen ...

Enzmilner Kulturwanderweg

Graf Joachim Enzmilner von Windhaag zählte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts in Oberösterreich. Er erwarb um 50.000 Gulden die Herrschaft über Windhaag und ...

Die Lieblingswander- und Radrouten der Bürgermeister

NIBELUNGENGAU. Bürgermeisterin Gabriele Kaufmann aus Golling und ihre drei Kollegen Franz Engelmaier aus Erlauf, Bernhard Kerndler aus Krummnußbaum und Franz Heisler aus Pöchlarn wissen ...

Wenn die „Strumern strumen“

Ab Mitte Mai zur Narzissenblüte liefern sagenumwobene Karstquellen in der Doppelgemeinde Pichl-Kainisch ein beeindruckendes Naturschauspiel. Wie von Geisterhand gelenkt „strumen“ diese so genannten ...

Enzmilner Kulturwanderweg

Graf Joachim Enzmilner von Windhaag zählte zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts in Oberösterreich. Er erwarb um 50.000 Gulden die Herrschaft über Windhaag und ...