Wanderungen zu den Befestigungsanlagen aus der Zeit der Ungarnkriege

Adolf Falb, Leserartikel, 21.10.2020 13:00 Uhr

Die Ungarneinfälle

Im Jahre 899 begann eine Serie von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den noch nicht sesshaften Magyaren und ihren Nachbarn. Am häufigsten kam es dabei zu Zusammenstößen mit dem Ostfrankenreich.

Die Plünderungszüge führten die Magyaren durch ganz Europa. Sie überfielen Gebiete in Bayern, Italien, Frankreich und Spanien. Nach 901 verschob sich das Zentrum ihres Siedlungsgebietes nach Westen an den Plattensee. Von hier aus eroberten die Magyaren in den nachfolgenden Jahrzehnten Gebiete bis zur Enns (Ostösterreich) und der heutigen Slowakei

Immer wieder fielen die ungarischen Reiter über die „Frankenmarkter Pforte“, das Gebiet zwischen Hausruck und Attersee, auch in unser Gebiet ein. Sie raubten und brandschatzten. Die Klosteranlagen in Mattsee, Mattighofen und Ranshofen gingen in Flammen auf und Mönche und Nonnen fielen ihnen zum Opfer.

Heinrich I. (* um 876; † 2. Juli 936 in der Pfalz Memleben) aus dem Adelsgeschlecht der Liudolfinger war ab 912 Herzog von Sachsen und von 919 bis 936 König des Ostfrankenreiches.

Maßnahmen zur Ungarnabwehr - die Burgenordnung

Auch das Jahr von Heinrichs Krönung zum König 919 war begleitet von einem größeren Einfall der Magyaren. Als ostfränkischer König stand Heinrich mehreren Ungarneinfällen 919, 924 und 926 machtlos gegenüber.                                                                                                                                                                         Es gelang aber 926 einen ungarischen Anführer gefangen zu nehmen und für dessen Freilassung einen neunjährigen Waffenstillstand zu erkaufen. Diesen nutzte er, eine Heeresreform durchzuführen und neue Burgen zu errichten. Allerdings mussten die Tribute weiter gezahlt werden. Unverzüglich nach Abschluss des Waffenstillstandes leitete Heinrich auf einem Hoftag im November 926 zu Worms Maßnahmen gegen die Ungarn ein. Das Ergebnis dieser Beratungen ist unter der „Burgenordnung“ bekannt.

Die Burgenordnung von 926 sah den Bau von Fluchtburgen, die heute sogenannten Ungarnwälle vor und deren Verproviantierung und Ausstattung. Sie umschlossen ringförmig ein Areal von bis zu 15 Hektar. Zu den weiteren Maßnahmen gehörte auch der Aufbau einer schlagkräftigen Reitertruppe (Panzerreiter).

Nachdem die Magyaren 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld von den ostfränkischen und böhmischen Truppen geschlagen worden waren, zogen sie sich aus dem Gebiet des heutigen Österreichs (außer aus dem heutigen Burgenland) zurück und ließen sich im heutigen Westungarn nieder. Allmählich wurde das Nomadenvolk der Magyaren sesshaft. Vom letzten Viertel des 10. Jahrhunderts an wurden die Ungarn unter Fürst Géza und unter Stephan I. christianisiert. Letztgenannter gilt als erster König des im Jahr 1000 gegründeten Königreichs Ungarn.

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