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AICHKIRCHEN. Er ist nicht nur ein vielbeschäftigter Manager, sondern auch begeisterter Musiker. Eurothermen-Chef und Musikvereins-Obmann Markus Achleitner schrieb jenen Marsch, der zum Geschenk des Blasmusikverbandes OÖ an ganz Österreich wurde.

Markus Achleitner ist begeisterter Musiker und Vereinsobmann.
  1 / 2   Markus Achleitner ist begeisterter Musiker und Vereinsobmann.

Geboren wurde die Idee, einen Marsch zu schreiben, nach einem Zeitungsinterview, in dem er auf die Frage, was er in seinem Leben noch machen wolle, voreilig mit „einen Marsch schreiben“ geantwortet hatte. Dass das eine sehr gewagte und vorlaute Ankündigung war, gibt der Manager zu, „aber ich bin konsequent, was ich einmal sage, das mache ich auch“, erklärt Markus Achleitner.

Er ging Abend für Abend ans Werk

Im Sommer 2015 machte er sich ans Werk, setzte sich Abend für Abend an den Computer oder ans Klavier und komponierte einen Marsch. Ob ihm das Vorhaben auch gelingen würde, traute er sich damals noch nicht zu sagen, schließlich ist er zwar musikalisch gut ausgebildet und war einst bei der Militärmusik, mit Komposition hatte er sich bis dahin aber noch nie beschäftigt. Nur was es werden sollte, das wusste er genau: ein Marsch mit Gesang im Trio, geeignet für ganz Österreich, der leicht zu spielen ist und ein schönes Bass-Solo und ein mächtiges Grandioso hat. Viele Stunden hat er mit dem Werk zugebracht. „Der Anfang ist ja noch leicht, aber dann wird es schwierig“, blickt Achleitner zurück. Schließlich mussten die 33 Stimmen eines Blasorchesters so gesetzt werden, dass es 2,5 Minuten lang schön und harmonisch klingt. „Aber es hat mich gepackt wie ein Virus, dieser Reiz, etwas zu machen, was man nicht gelernt hat.“

Den Musikkollegen gefiel“s

Ehefrau Silke und die Söhne wurden während dieser Zeit zu strengster Geheimhaltung verpflichtet, bis er sich im Herbst 2015 traute, den Marsch „Hoch Österreich“ seinen Musikkollegen von der Trachtenmusikkapelle Neukirchen zu präsentieren. „So nervös wie damals war ich schon lange nicht mehr, und das bin ich nicht gewöhnt“, erzählt der Hobby-Musiker und Obmann der Neukirchner Musiker, der beruflich als Geschäftsführer der Eurothermenresorts Bad Ischl, Bad Schallerbach und Bad Hall arbeitet.

Aber seine Sorge war unbegründet, der Marsch ist bei seinen Freunden schon mal gut angekommen. „Ohrwurmcharakter“ attestierte der Kapellmeister der Neukirchner Musiker dem Marsch und nahm das Werk ins Programm des Herbstkonzertes auf. Auch beim Ball der Oberösterreicher in Wien im Jänner 2016 spielte man den Marsch.

Marsch wird zum Geschenk

Damit war die Sache für Achleitner erledigt – er hatte seine Ankündigung wahr gemacht. Bis 2017 Landes- und Bundeskapellmeister Walter Rescheneder auf ihn zugekommen ist und ihm vorgeschlagen hat, das Werk zu verlegen und es zum 100-jährigen Jubiläum der Republik zum Geschenk zu machen, sprich an 2167 Musikkapellen zu übergeben. Achleitner konnte es kaum glauben, was ihm da angeboten wurde. Das Vorhaben wurde umgesetzt und der gedruckte Marsch im Jänner dieses Jahres allen Musikkapellen zugesandt.

Viele positive Rückmeldungen

Seither ist er schon mehrmals in ganz Österreich aufgeführt worden und Achleitner hat viele positive Rückmeldungen für sein Werk bekommen. Auch im Radio und Fernsehen wurde darüber berichtet. „Die Sache hat eine Dynamik bekommen, die ist unglaublich.“ Jetzt freut er sich einfach nur darüber, etwas Bleibendes geschaffen zu haben, und vielleicht ist es ja auch nicht seine letzte Komposition.

Markus Achleitner ist 49 Jahre alt und lebt in Aichkirchen. Bekannt ist Generaldirektor Achleitner als Geschäftsführer der Eurothermenresorts Bad Ischl, Bad Schallerbach und Bad Hall. Seit 17 Jahren ist der Schlagzeuger auch Obmann der Trachtenmusikkapelle Neukirchen. Sein Vater Karl war dort Ehrenkapellmeister. Der Komponist Hans Schmid (Rainer-Marsch) war ein Großonkel.

Achleitner ist verheiratet mit Silke und Vater von drei Söhnen.


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