Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AIGEN-SCHLÄGL. Wie lange Christoph Stantejsky an seinem Roman geschrieben hat, kann er beim besten Willen nicht sagen. Nur soviel: Die Intensivphase mit fast tage- und nächtelangem Durchschreiben hat ihn neun Monate beschäftigt. Jetzt hält er sein Werk in den Händen: gut eine Million Zeichen, die über 31 Tage im Sommer 1989 erzählen.

Christoph Stantejsky hat die Arbeit in seiner Agentur aufgegeben und will nur mehr das schreiben, was ihm Spaß macht. Foto: Tina Thurner

Die Anzahl der Zeichen betont der Autor aus Aigen-Schlägl deswegen, weil „nur diese Zahl etwas über die Arbeit aussagt, die es braucht, eine Geschichte aufzuschreiben. Die Seitenzahl hängt vom Format ab, der Schrift, der Spationierung – nichts darüber, auf wieviele Stunden Lesevergnügen sich Konsumenten freuen können“, sagt Christoph Stantejsky. Der Vollständigkeit halber sei diese hier trotzdem erwähnt: 476 Seiten sind es, in denen von Albert zu lesen ist, der sich mit seinem titelgebenden Fischerboot „Dannebrog“ im August 1989 auf den Weg von Hirtshals in Dänemark nach Kreta macht und dort genau einen Monat später ankommt.

Ein Abenteuer-, Seefahrts- und Gesellschaftsroman

Dazwischen passiert so einiges, denn Albert hat keine Ahnung von der Seefahrt, raucht gerne Hanf und sein einziger Begleiter wird gleich beim Ablegen seekrank. „Der Roman ist ein Roadmovie auf dem Wasser, ein Abenteuer- und Seefahrtsroman. Gleichzeitig aber auch ein Gesellschaftsroman, der die Generation beschreibt, die aufgrund ihrer späten Geburt nicht in der Lage war, rechtzeitig nach Woodstock zu kommen, aber genau das so gern getan hätte“, erzählt Stantejsky. „Dannebrog“ ist aber auch ein Thriller mit einer ungewöhnlichen Verfolgungsjagd.

Recherchearbeit vor Ort

So einen Albert und den Plan, durchs Mittelmeer zu schippern, hat es tatsächlich gegeben. Seine Recherchen führten den Mühlviertler in die Häfen Dänemarks, in die Algarve, nach Afrika und Griechenland, dann hat sich der Texter, Grafiker und Fotograf ans Werk gemacht. Dabei hat er eine berufliche Krise genutzt, um „endlich das zu schreiben, was ich schon so lange schreiben wollte – eben diesen Roman.“ Für die ersten Seiten hat er sogar gleich die Empfehlung für den Bachmannpreis bekommen.

Alles selbst gemacht

Erschienen ist „Dannebrog“ in einem Verlag für Selfpublishing. „Covergestaltung, Layout, Satz – alles kommt von mir. Ich muss niemand anderen dafür bezahlen, muss mir auch von niemandem etwas diktieren lassen“, sagt Christoph Stantejsky. Nur das Marketing muss er jetzt eben auch selbst erledigen.

„Dannebrog“ ist bei Books on Demand erschienen und im Buchhandel oder unter www.bod.de/buchshop erhältlich (ISBN: 9783744 890380; 23,90 Euro)


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden