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Jäger: „Wildschwein darf nicht zum Problemwild werden“
Bezirk Rohrbach. Durchschnittlich 215 Wildschweine erlegen die Jäger jedes Jahr – in den 1960er-Jahren waren es gerade einmal zwei. Punktuell gesehen hat der Bezirk ein Wildschwein-Problem.

Besonders in der Gegend um Schönegg zieht es den Jägern und Grundeigentümern die Sorgenfalten auf, wenn von Wildschweinen die Rede ist. Alleine von Juli bis Oktober ackerten die Tiere 39 Mal die Wiesen von Landwirt Georg Traxler um. „Hunderte Stunden haben wir verbracht, die Schäden wieder in Ordnung zu bringen“, verrät Jagdleiter Herbert Stelzer am Rande einer Info-Veranstaltung zur Eindämmung der Schwarzwild-Ausbreitung im Bezirk, die von Land, Landwirtschaftskammer und der Jägerschaft in der Bioschule Schlägl veranstaltet wurde. Dass die rasante Vermehrung der Wildschweine zu einem großen Problem werden kann, bestätigte den 200 dagewesenen Waidmännern, Landwirten und interessierten Personen auch Hans Parhofer, Regierungsjagdberater im Landkreis Passau. 68.000 Wildschweine wurden im Vorjahr in Bayern erlegt. Zum Vergleich: In den 1960er-Jahren wurden in ganz Deutschland rund 30.000 Wildschweine geschossen. „Die Tiere sind anpassungsfähig, können Krankheiten wie die Schweinepest verbreiten und sind nur dann in den Griff zu kriegen, wenn einzelne Jägerschaften das Problem gemeinsam angehen“, verrät er aus seiner eigenen Erfahrung. Gemeinsam auf die Pirsch Gemeinsames Vorgehen Parhofer rät auch, Drückjagden zu veranstalten, um so die rasante Vermehrung in den Griff zu bekommen: „Das Wildschwein darf nicht zum Problemwild werden.“ Genau das soll mit der Info-Broschüre „Schwarzwildausbreitung in Oberösterreich“ vehindert werden. Darin enthalten sind Strategien für Jäger und Landwirte, wie sie gemeinsam gegen die sich immer stärker vermehrenden Wildschweine vorgehen. „Es gilt, die Maßnahmen auf die Gegebenheiten zu analysieren und bei uns richtig einzusetzen“, heißt es zu diesem Leitfaden von Wolfgang Falkner, dem Jagdleiter aus Hofkirchen, der mit den Tieren in den Donauleiten zu tun hat. „Das Wildschwein ist das intelligenteste Wild in der Gegend und seine Ausbreitung ein europäisches Problem“, fasst Bezirksjägermeister Hieronymus Spannocchi die Lage zusammen. „Jedes Jahr werden hunderte Wildschweine im Stadtgebiet von Berlin geschossen.“


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