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AIGEN-SCHLÄGL. Nicht einmal ein Jahr nach Eröffnung hat der erste Rotkreuz-Sozialmarkt des Bezirkes bereits 300 Einkaufsberechtigte. Jeden Dienstag und Donnerstag können diese hier Güter des täglichen Bedarfs zum günstigen Preis einkaufen – und dafür stehen 60 freiwillige Mitarbeiter im Einsatz.

  1 / 3   Viele helfende Hände sind notwendig, damit der Sozialmarkt in Aigen-Schlägl funktioniert. Foto: Gahleitner

Ein typischer Öffnungstag beginnt für die Ehrenamtlichen schon um 8 Uhr früh. „Dann fahren drei Leute zu den Supermärkten und Geschäften, von denen wir Waren bekommen“, erzählt Marktleiterin Karin Mandl. Denn im Sozialmarkt werden nur Waren angeboten, die für den normalen Handel nicht mehr geeignet sind. Wobei diese Warenbeschaffung kein leichter Job ist. „Vor allem Sachen, die kein Ablaufdatum haben, sind schwer zu bekommen. Zucker, Mehl, Hygieneartikel – davon haben wir oft zu wenig. Aber wir sind eben kein Supermarkt mit Vollsortiment, sondern ein Sozialmarkt. Wir können nur das anbieten, was wir geschenkt bekommen“, betont Mandl, „Gutscheine oder Spenden helfen uns da sehr.“

Bevor die Einkaufsberechtigten überhaupt im Markt stöbern können, haben die Rotkreuz-Mitarbeiter noch einiges zu tun: Waren vorbereiten, kontrollieren, etikettieren, einräumen. Von 14 bis 17 Uhr erfolgt dann der Verkauf. An jedem Einkaufstag sind mindestens 15 Leute im Einsatz, die sich in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen und damit einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. Auch einige Rotkreuz-Mitarbeiter selbst sind einkaufsberechtigt, diese dürfen aber nur an jenen Tag im Sozialmarkt einkaufen, an denen sie nicht zum Dienst eingeteilt sind.

Dankbare Kunden

Wie wichtig das Angebot des Roten Kreuzes ist, sieht man an der Schlange von Kunden, die jedes Mal schon lange vor der Öffnung des Marktes vor der Tür stehen. „Die meisten Kunden sind wirklich dankbar für die Möglichkeit, günstig einkaufen zu können. Der Sozialmarkt wird sehr gut angenommen“, betont Karin Mandl.

Das kann Rotkreuz-Bezirksgeschäftsleiter Hannes Raab nur bestätigen. Zugleich betont er, dass dieses unverzichtbare Angebot nur durch Freiwilligkeit machbar ist, „ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter würde der Sozialmarkt nicht funktionieren.“

Der Sozialmarkt in Aigen-Schlägl ist jeden Dienstag und Donnerstag, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Berechtigungsausweise für Menschen mit geringem Haushaltseinkommen werden am Gemeindeamt oder in der Rotkreuz-Bezirksstelle ausgestellt.

Einkommensgrenzen: 950 Euro beim 1-Personen-Haushalt; 1400 Euro beim 2-Personen-Haushalt (215 Euro für jedes Kind)


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