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AIGEN-SCHÄGL. Es werden die letzten Besucher sein, die Nick Treadwell durch seine Galerie voller skuriller Kunstwerke führt; die letzte pinke Party, zu der er lädt. Denn der Galerist, der sich vor zehn Jahren im alten Bezirksgericht in Aigen-Schlägl sesshaft gemacht hat, nimmt Abschied. Sein pinkes Königreich wird nun zu Wohnungen adaptiert.

Nick Treadwell nimmt Abschied von Aigen-Schlägl, mit 20. Juli wird seine außergewöhnliche Galerie in der Kirchengasse für immer geschlossen.  Foto: Stantejsky

„Ich bin ein Stadtmensch und muss dafür sorgen, dass möglichst viele Leute meine Kunst sehen können“, begründete der aus London stammende Galerist, Theatermann und Performancekünstler vor zwei Jahren seine Entscheidung, seine Wirkungsstätte in der Aigener Kirchengasse zu verkaufen. Jetzt ist es vollbracht: Ein neuer Besitzer für Gericht und Gefängnis ist gefunden, mit 20. Juli wird die einzigartige Galerie für immer geschlossen.

Traurig sei er schon, sagt der mittlerweile 77-jährige Mann mit den pinken Haaren und dem auffallenden Kleidungsstil, „Aigen-Schlägl und das wundervolle Gebäude waren meine Heimat und auch die Menschen werde ich vermissen, die mich als einen der ihren angenommen haben.“ Aber weil das Leben ja weiter geht und er auch nicht jünger wird, schlägt Nick Treadwell seine Zelte in der Landeshauptstadt, in der Tabakfabrik Linz, auf. „Es wird aufregend, mein Projekt in einer neuen, so großartigen Location wieder zu erschaffen“, freut er sich schon auf die Herausforderung.

Im ehemaligen, 600 m2 großen „Pink Kingdom“ werden vom neuen Besitzer drei Wohnungen eingerichtet. Dabei ist auch das Bundesdenkmalamt miteingebunden.

Zum Schluss kommt Pinkerella 

Nick Treadwell verlässt Aigen-Schlägl nicht, ohne vorher nochmal tüchtig zu feiern: Am Samstag, 18. Juli (19 Uhr), lädt er zur letzten Pink Party, die unter dem Motto „ Pinkerella“ (in Anlehnung an die Cinderella-Story) steht. Wie gewohnt wird es ein internationales Event mit Schauspielern und Musikern aus Frankreich, Spanien, Deutschland, England und Österreich. Der Koch des Abends, Mauricio Gorget kommt aus Chile.

www.superhumanism.eu


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