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AIGEN-SCHLÄGL. Rupert Gottfried Frieberger galt als das kirchenmusikalische Genie im Stift Schlägl. Kurz nachdem seine Messe „Missa festiva Plagnsis“ im Radiogottesdienst erklang, erlag er am Sonntag seinem Krebsleiden.

Rupert Gottfried Frieberger prägte das musikalische Leben im Stift Schlägl. (c) Foto Mathe, Rohrbach

Rupert Gottfried Frieberger galt als Triebfeder der renommierten Stiftsmusik Schlägl: Schon 1969, als er als Novize im Stift Schlägl aufgenommen wurde, wurde er aufgrund seiner Begabung zum Stiftsorganisten bestellt. Neben seinem Theologiestudium studierte er an der Abteilung Kirchenmusik in Wien Orgel, Theorie, Chorleitung Cembalo und Komposition. 1975 wurde er zum Priester geweiht. 1976 beauftragte man den mehrfachen Akademiker mit dem Amt des Stiftskapellmeisters, das er 40 Jahre lang ausführte. Von 1978 bis 2013 war er zudem der erste Direktor der Landesmusikschule Schlägl. Seine Lehrtätigkeit umfasste auch Lehraufträge an der Universität Innsbruck, am Mozarteum sowie an den Universitäten Salzburg und Wien. Mit seinen Kompositionen und seinem Einsatz für Gregorianik war Frieberger in aller Munde. Vor 25 Jahren gründete er den Stiftschor „Cantoria Plagensis“.

Orgeln in der Region

Zudem setzte er sich als Orgelsachverständiger dafür ein, dass nicht nur in der Stiftskirche, sondern auch in allen umliegenden Gemeinden gute Instrumente in den Gotteshäusern waren. „Sein Musikverständnis war von ökumenischem Geist geprägt, ebenso von der Überzeugung, dass Musik zuerst im Dienst der Verkündigung steht“, heißt es vom Stift. Das Requiem ist am Freitag, 21. Oktober, 14 Uhr, in der Stiftskirche.


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