Neuer Standort bringt für den Sozialmarkt nur Vorteile
AIGEN-SCHLÄGL. Seit etwa einem Monat ist der Sozialmarkt nicht mehr am Marktplatz, sondern am Standort des ehemaligen Contra-Marktes in Aigen-Schlägl zu finden. Ein Umzug, der sich für alle gelohnt hat.

Schon bei der Anlieferung der Waren, die am Vormittag jedes Verkaufstages von den Supermärkten und Geschäften aus der Region abgeholt und dann zum Sozialmarkt des Roten Kreuzes gebracht werden, zeigen sich die positiven Veränderungen: „Wir können die Sachen jetzt mit dem Hubwagerl in den Verkaufsraum bringen und müssen nicht mehr Kisten schleppen“, freut sich Marktleiterin Karin Mandl, die gerade mit ihren Mitarbeitern die Ware für den Verkauf vorbereitet. Da wird kontrolliert, etikettiert, geputzt und in die Regale eingeräumt. „Wir haben jetzt viel mehr Platz - sowohl im Verkaufsraum, als auch im Lager. Den haben wir auch dringend gebraucht“, ergänzt Mandl.
Denn bei 566 Einkaufsberechtigten, die der einzige Sozialmarkt des Bezirkes bislang zählt, braucht man auch dementsprechend viel Ware. „Ohne die großartige Unterstützung von den großen und kleinen Märkten, würde der Sozialmarkt nicht funktionieren“, ist die Marktleiterin dankbar. „Außerdem haben wir dank der Einkaufs-Sammelaktionen aller Rotkreuz-Ortsstellen Sachen bekommen, die für einen Sozialmarkt eigentlich Luxus sind“, nennt Karin Mandl Salz, Mehl, Teigwaren oder Klopapier und Küchenrollen als Beispiel. „Wir sind für jede Spende dankbar. Denn auch wenn wir viel anbieten können, sind wir kein Supermarkt mit Vollsortiment. Wir sind ein Sozialmarkt“, betont sie.
Angenehme Atmosphäre
Vor der Tür warten bereits die ersten Kunden darauf, dass der Sozialmarkt aufsperrt und sie ihre Einkäufe tätigen können. „Damit wir den Überblick haben, dürfen maximal 15 Leute auf einmal rein. So läuft alles sehr ruhig und harmonisch ab. Für die Kinder haben wir auch eine kleine Spielecke einrichten können.“
Noch einen Vorteil bringt die Rotkreuz-Mitarbeiterin zur Sprache: „Der neue Standort ist viel anonymer, als am Marktplatz. Das ist für unsere Klienten wichtig.“ Und nicht zuletzt stehen jetzt ausreichend Parkplätze bereit.
Der Sozialmarkt bietet Waren, die für den normalen Verkauf nicht mehr geeignet sind, zu günstigen Preisen an. Zum Einkauf berechtigt sind Menschen mit geringem Haushaltseinkommen, Berechtigungsausweise werden am Gemeindeamt bzw. in der RK-Bezirksstelle ausgestellt. Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag, jeweils von 14 bis 17 Uhr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden
11.01.2017 20:46
Parkplätze
Es ist doch etwas eigenartig, wenn für einen Sozialmarkt genügend Parkplätze notwendig sind. Zuwenig Geld zum Einkaufen, aber genügend Geld für ein Auto ??