Der Weltenbummler des Stummfilms kommt wieder heim
AIGEN-SCHLÄGL. Mit Gerhard Gruber gastiert am 13. Juli wieder ein außergewöhnlicher Musiker im StoaReich. Er ist einer der letzten Stummfilm-Pianisten der Welt und hat diesmal den Film „The Kid Brother“ im Gepäck, den er live mit Musik untermalt.

Von Sibirien bis Mexico City, von Peking bis Paris führten den gebürtigen Aigen-Schlägler Gerhard Gruber heuer seine Reisen. Denn einen wie ihn gibt es nur noch selten auf der Welt. Gruber improvisiert zu Stummfilmen am Klavier, er untermalt die Filme und bringt Leben und Spannung in die tonlosen Meisterwerke des vergangenen Jahrhunderts. „Heuer war ich beispielsweise in derselben Woche in der Verbotenen Stadt in Peking wie Donald Trump. Nur dass wir viel mehr Publikum hatten“, spielt er auf die komplette Abriegelung für den US-Präsidenten an. Die Stadt sei wie leergefegt gewesen.
Das Interesse der Chinesen an seiner Arbeit sei groß: „Sie hungern förmlich nach so was Speziellem, wie ich es mache.“ Dort habe er – anders als sonst – auch viele Autogrammjäger begrüßen können. Nach Peking bereiste er heuer noch Istanbul, Paris, Boston und Mexico City.
Film: „The Kid Brother“
Von den großen Festivals macht er aber im Juli einen Abstecher in heimatliche Gefilde, wo der Wahl-Welser (“Ich bin kein Welser, ich wohne nur dort, weil es wegen dem Reisen praktischer ist.“) den Harold Lloyd-Film „The Kid Brother“ musikalisch unterlegt. Im StoaReich in Natschlag geht es um einen tollpatschigen Jungen, der Verbrecher jagt, seinen Vater rächt und sich dabei auch noch verliebt. Wer“s einmal erleben will, dem sei es ans Herz gelegt, sich schnell Karten zu sichern, denn im Vorjahr gab“s Platzmangel. Doch heuer haben Fans erstmals die Chance, Gruber noch einmal in Aigen-Schlägl zu erleben. Zu Halloween am 31. Oktober wird er den ersten Horrorfilm der Filmgeschichte „Nosferatu“ aus dem Jahr 1922 bespielen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden