Neues Ausbildungszentrum weist den Weg zur Selbstversorgung
AIGEN-SCHLÄGL. Als Roswitha Diaz Winter vor sechs Jahren ihren Gemeinschaftsgarten Biogartenhof Mühlland geschaffen hat, hat sich damit eine Tür geöffnet. Es war der Beginn für viele weitere Aktivitäten, der Permakulturverein Donau-Böhmerwald ist entstanden und auch bei der Landesgartenschau ist der Verein vertreten. Jetzt startet Roswitha Diaz Winter ein Ausbildungszentrum, in dem alle Seminare und Vortrags-Angebote rund ums Garteln und nachhaltig leben gebündelt werden.

Mit ihrem Ausbildungszentrum „Wilde Rose“ will die Aigen-Schläglerin all jene ansprechen, die in Einklang mit der Natur und Umwelt, bewusst, achtsam und ein wenig langsamer leben wollen. „Viele Menschen besinnen sich auf das Wesentliche. Sie möchten ein gutes Leben leben, krisensicher, echt und frei“, weiß Diaz Winter.
Schwerpunkt ihres neuen Ausbildungszentrums sind deshalb Qualitätsseminare zu zeitgemäßer Selbstversorgung und Permakultur, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. „Es geht vor allem darum, durch Tun in der Praxis zu lernen“, betont die Initiatorin, die sich selbst zu 90 Prozent mit eigenem Gemüse versorgt, eigene Eier und auch Fleisch der eigenen Tiere hat. Nur Milchprodukte und Getreide kaufe sie regelmäßig zu, berichtet Roswitha Diaz Winter.
Enkeltauglich leben
Sie möchte selbstverständlich nicht alle bekehren, denn „Selbstversorgung muss man wirklich intensiv betreiben.“ Aber ein bisschen nachdenken über die eigene Lebensweise und ein enkeltaugliches Leben – dazu lädt sie ein. „Wenn aus dem Samenkorn essbares Gemüse wird, macht einen das glücklich. Je selbstbestimmter du lebst, umso zufriedener wirst du“, spricht Diaz Winter aus Erfahrung.
Vom Tagesseminar bis zum Jahresprogramm
Bei den Kursangeboten der Wilden Rose ist für jeden das passende Format dabei – von zehn Ganztagesseminaren im Laufe des Jahreskreises über die Blockausbildung bis hin zum Ganztages- oder Halbtagesseminar oder dem Seminar2Go mit Exkursionen. Roswitha Diaz Winter kooperiert dabei mit Professionisten. So können die Themen vielfältig gestaltet werden. Neben Permakultur in all ihren Facetten und der zeitgemäßen Selbstversorgung geht es ebenso um hochwertiges Kompostieren, Saatgut für den Hausgarten oder Bio-Imkerei, wie man Kosmetik und Putzmittel aus heimischen Pflanzen herstellt, mit Kräutern gesund bleibt oder selbst Chutneys, Senf & Co macht. Wollseminare und Gemeinschaftsgarten ergänzen das Themenspektrum.
Gemeinschaftsgarten am Gartenschau-Gelände
Der ursprüngliche Biogartenhof Mühlland in Wurmbrand dient jetzt übrigens wieder der Eigenversorgung von Roswitha Diaz Winter. Stattdessen ist am Gelände der Landschaftsgartenschau ein neuer Gemeinschaftsgarten in Betrieb, der Familien, ältere Personen, Menschen mit Beeinträchtigung, junge Leute aus der Produktionsschule Rohrbach, Gartenneulinge und Profis durch die Gartenarbeit zusammenbringt. „Der Großteil der Leute hat selbst einen Garten zu Hause, aber ihnen taugt einfach die Gemeinschaft. Das Soziale, das hier entsteht, ist einfach schön“, freut sich die leidenschaftliche Gärtnerin. Bei der Landesgartenschau, die am 17. Mai eröffnet wird, kann man diesen Gemeinschaftsgarten ebenso erleben, wie die Permakulturanlage des Permavereins.
Start im Ausbildungszentrum „Wilde Rose“ in Aigen-Schlägl ist am 1. Juni. Infos gibt es unter Tel. 0664/5686 907, www.wilderose.at


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