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AIGEN-SCHLÄGL. Sommerschließzeiten von maximal zwei Wochen, Mittagessen an allen Tagen, ausgeweitete Randzeiten, Nachmittagsbetreuung für Volksschul-Kinder, Betreuung für Unter 3-Jährige: Um nach der Beurteilung des AK-Kinderbetreuungsatlas eine 1A-Gemeinde zu werden, müssen einige Kriterien erfüllt sein. Aigen-Schlägl schafft dies ab Herbst. Im ganzen Bezirk sieht die SPÖ aber noch viel Handlungsbedarf.

In vielen Gemeinden haben die Kindergärten heute geschlossen, Eltern stehen somit vor einem Betreuungsproblem. Foto: Wodicka

Rohrbach hinkt bei der Betreuung von Kleinkindern, dem Angebot an Krabbelstuben und Horten im Bezirksvergleich hinterher. „Uns ist schon klar, dass nicht jede Gemeinde allen Kriterien gerecht werden kann. Aber in einigen größeren Orten könnte man mit gutem Beispiel vorangehen und dann durch Kooperationen Gebiete abdecken“, schlägt SP-Bezirksvorsitzender Dominik Reisinger vor. „Wenn Eltern Kinderbetreuungsmöglichkeiten brauchen, sollten sie diese auch vorfinden und nützen können. Dann würden auch nicht so viele Menschen, die eine Familie gründen wollen, in den Zentralraum abwandern.“

Angebot schafft Nachfrage

„Das Wichtigste für eine Gemeinde ist, Mut zur Veränderung zu haben. Angebot schafft Nachfrage“, ist SP-Bezirksfrauenvorsitzende Ingrid Groiss überzeugt, die als positives Beispiel Aigen-Schlägl nennt: Hier wurden die Sommerschließzeiten auf zwei Wochen verkürzt, ohne vorher den Bedarf zu erheben.

Ein Vorzeigekindergarten ist auch jener in Kirchberg, der von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr geöffnet hat. „Gerade Eltern, die in den Zentralraum pendeln müssen oder fixe starre Arbeitszeiten haben, benötigen längere Öffnungszeiten“, betont Groiss.

Das Thema Kinderbetreuung wird neben dem leistbaren Wohnen und der raschen Errichtung eines Bezirkshallenbades zentrales Themen im Wahlkampf der Rohrbacher SPÖ sein.


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