Weihnachtsaktion "Glücksstern": Tips-Leser zeigen Herz für den dreijährigen Paul
ALLERHEILIGEN. In der Zeit vor Weihnachten möchte Tips mit der Spendenaktion „Glücksstern“ auch heuer wieder Familien und Menschen unterstützen, die mit besonderen Schicksalsschlägen zu kämpfen haben. Im Bezirk Perg helfen Tips-Leser in Zusammenarbeit mit dem Kiwanis Club Mühlviertel dem kleinen Paul, der bei einem Unfall seinen rechten Arm verlor, auf dem Weg zurück in ein geregeltes Leben.

Der 19. Oktober 2019 stellte das Leben der jungen Familie aus Allerheiligen auf den Kopf. Trotz einer Sicherung geriet der Dreijährige beim Besuch in einem Betrieb mit dem Arm in eine Förderschnecke und blieb darin stecken.
Dramatischer Rettungseinsatz
Um sein Überleben zu sichern, musste das Notarztteam dem kleinen Paul noch vor dem Abtransport mit dem Rettungshubschrauber am Unfallort den rechten Arm abtrennen. Den bangen Momenten rund um die dramatische Rettungsaktion folgte eine Operation und ein Tag auf der Intensivstation des AKH Linz. Als die kritische Phase überstanden war, wurde Paul zur Nachbehandlung in die Kinderklinik überstellt.
Mama kümmert sich in Pflegekarenz um Sohn
Zwei Wochen lang stets an seiner Seite war dort Mama Luise Lehner. Die 36-jährige Seniorium-Bedienstete ging dafür in Pflegekarenz. Auch Lebensgefährte Alexander Wagner war von früh bis spät bei den beiden. „Es war im ersten Moment natürlich ein großer Schock für uns alle. Als Pauli nach der Operation am Tag des Unfalls dann aber ein paar Worte mit uns gesprochen hat, war ich erleichtert und mir gedacht: der Pauli packt das. Zwei Tage nach dem Unfall startete er im Bett sitzend mit der Physiotherapie, am fünften Tag hat Pauli im Krankenzimmer die ersten Schritte gemacht. Als er später dann mit dem Krankenhaus-Personal sogar mit in die große Wäscherei durfte und dort voller Freude ein wenig mithalf, wusste ich, er ist wieder der Alte“, erzählt Luise Lehner im Tips-Gespräch.
„Bitte greif mich da nicht an“
Mittlerweile ist Paul wieder in den eigenen vier Wänden zurück und strotzt voller Lebensfreude. Trotz seines Handicaps turnt und tollt der aufgeweckte Bursch – beim Tips Besuch in der vergangenen Woche auch singend – durch das Haus. Ruhiger wird er dann beim Waschen oder bei der Wundpflege. Aussagen wie „Bitte greif mich da nicht an“ zeugen davon, dass es noch ein langer Weg in Richtung eines normalen Alltages ist. Aktuell helfen dabei regelmäßige Kontrollen im Krankenhaus, sowie Besuche bei Physio- und Ergotherpeuten. Demnächst folgt ein längerer Reha-Aufenthalt in Klosterneuburg, der sich auch über die Weihnachstfeiertage erstrecken könnte. „Nach der Reha werden wir wissen, wie es in Bezug auf eine Prothese weitergeht. Mit einer Spezialanfertigung, die mittels Muskelverpflanzung über das Gehirn steuerbar wäre, könnte Pauli sein Leben ohne allzugroße Einschränkungen gut meistern“, hoffen Luise Lehner und Alexander Wagner eine passende Lösung zu finden.


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