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URFAHR-UMGEBUNG. Nach den Landtags- und Gemeinderatswahlen stellt Michael Hammer, Nationalrat und Bezirks­parteiobmann der ÖVP, die Schwerpunkte für die kommenden Jahre vor. Tips hat mit dem Politiker über die wichtigsten Themen im Bezirk gesprochen.

Foto: OÖVP
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Tips: Welche Arbeit kommt in den nächsten Monaten bzw. Jahren auf Sie zu?

Michael Hammer: Hauptthema im Bezirk ist und bleibt eindeutig der Verkehr. Wir vom Bezirk suchen dringlich den Dialog mit der Stadt Linz, da viele Pendler auch von den städtischen Verkehrsthemen betroffen sind. Jüngstes Beispiel ist hier die Eisenbahnbrücke. Hier gibt es bereits Ansätze, um ein totales Stauchaos zu vermeiden – das ist ein vernünftiges Signal. Wir wollen nicht die Fronten verhärten, sondern einfach auch in die Diskussion eingebunden werden, da unsere Arbeitskräfte aus dem Bezirk ja auch der Stadt Linz Wertschöpfung bringen. Das haben sich die Pendler aus dem Umland mehr als verdient.

Tips: Welche Verkehrslösungen fordern Sie konkret?

Hammer: Wir setzen uns zum Beispiel für ein Park and Ride System bei der Lederfabrik oder an den Linzer Seen ein. Wären mehr Parkmöglichkeiten am Stadtrand vorhanden, würden die Pendler auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Das wiederum wäre eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Natürlich wäre da eine Verbesserung der Taktung des öffentlichen Verkehrs bzw. attraktive Ticketpreise ganz in unserem Sinne. Zudem sind wir für eine qualitätsvolle Sanierung der Pachmayrstraße bei Lichtenberg (Linzer Stadtgebiet, Anm.). Stauchaos könnte man beispielsweise auf der A7 von Gallneukirchen aus vermeiden, wenn man in den Stoßzeiten den Pannenstreifen mitbenützen dürfte. Ein weiterer Stau-Hotspot ist die B127 Richtung Rudolfstraße. Das ist eines unserer größten Sorgenkinder.

Tips: In der Stadt Linz hat man ja einmal laut über eine Citymaut nachgedacht. Was halten Sie davon?

Hammer: Gar nichts – das lehnen wir strikt ab! Das wäre alles zu Lasten der Pendler, man darf nicht nur die städtische Bevölkerung begünstigen. Aber dass die Citymaut tatsächlich eingeführt wird, das glaube ich nicht. Tips: Wie steht es eigentlich um den öffentlichen Verkehr im Bezirk selbst? Hammer: Nicht so schlecht. Die Verbindung vom Ballungszentrum in die Gemeinden beziehungsweise zwischen den Gemeinden funktioniert gut. Problem ist hier vielmehr die Mobilität innerhalb einer Gemeinde. Da gibt es bereits Lösungsansätze, z. B. mit der privaten Mitfahrbörse „Steig ein“, einer mobilen App, die auf spontane und flexible Fahrgemeinschaften setzt. Projektpartner sind die Leaderregion SternGartl-Gusental und die JKU Linz.

Tips: Welche Themen – abgesehen von Verkehr – beschäftigen die Menschen sonst noch?

Hammer: Ein Schwerpunktthema für uns ist das soziale Angebot. Wir bemühen uns, dass man die Kinder- beziehungsweise Nachmittagsbetreuung in Schulen möglichst flexibel gestalten kann. Den Eltern soll nicht aufgezwungen werden, wann sie ihre Kinder von der Schule abholen dürfen.

Tips: Was halten Sie von der neuen Bildungsreform?

Hammer: Ambitioniert. Vor allem, dass die Grundfähigkeiten wie lesen, rechnen und schreiben wieder gestärkt werden sollen, finde ich gut.

Tips: Vielen Dank für das Interview.


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