Theo Öttls geschnitzte Kunstwerke haben ihn weithin bekannt gemacht
ALTENFELDEN. Mit einer Madonna, die er 1962 aus einem Block Lindenholz geschnitzt hat, und später einem Kruzifix hat alles begonnen. Wie viele Figuren in den folgenden 50 Jahren folgten, kann Theo Öttl wirklich nicht mehr sagen. Denn seine Fertigkeiten als Schnitzer waren schnell vielerorts gefragt.

Gerade werkt Theo Öttl wieder an einer Garnitur Krippenfiguren. 13 Figuren, von Ochs und Esel bis zur Heiligen Familie für eine typische Tiroler Krippe, sind es, die unter den geschickten Händen des 80-jährigen Altenfeldners entstehen. Gelernt hat er das Handwerk eigentlich nicht, sondern einfach gemacht – und „es hat hinghaut“, meint Öttl.
Mundpropaganda funktioniert
Unzählige Madonnas und Heiligenfiguren, betende Hände, Engel, Christkindl unter anderem für die Altenfeldner Pfarrkirche, Florianistatuen, aber auch Fischer oder Bergsteiger hat er aus dem Holz gezaubert. Für Leute aus dem ganzen Bezirk und darüber hinaus. „Es redet sich halt herum, das funktioniert alles über Mundpropaganda“, sagt der Kunsthandwerker, der bis vor zwei Jahren aber auch immer am Neufeldner Weihnachtsmarkt zu finden war.
Notburgas aus Holz
Zu seinen Auftraggebern gehören auch die Goldhauben, die schon fünf Notburgas mit Dirndl bei ihm bestellt haben. „Die gibt es nur bei uns im Mühlviertel“, erklärt Öttl. Eigentlich hätte er die letzte ja für sich gemacht, aber „jetzt steht sie am Eichberg in einer eigenen Kapelle“, verrät der Altenfeldner.
Gute Zusammenarbeit
Während manche seiner Schnitzereien nur gewachst und poliert werden, wird anderen Farbe verpasst. Und hier arbeitet Theo Öttl seit 30 Jahren mit einem wahren Künstler zusammen: Josef Mittlböck-Jungwirth ist Vergolder-Fassmalermeister aus Schönau in Bayern, der schon Vergoldungsarbeiten am Ambo im Petersdom in Rom durchgeführt hat.


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