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ALTENFELDEN. Nicht gänzlich unerwartet, aber doch überraschend, hat mit Anfang des Jahres die Postfiliale in Altenfelden aus wirtschaftlichen Gründen zugesperrt. Ein Postpartner in der Gemeinde konnte vorerst nicht gefunden werden. Allerdings laufen die Gespräche mit den Artegra-Werkstätten, die den Nah & Frisch-Markt und zugleich die Postpartner-Dienste übernehmen könnten.

Die Postfiliale in Altenfelden konnte nicht mehr kostendeckend geführt werden, deshalb wurde sie mit Jahresbeginn geschlossen.

„Wir sind grundsätzlich immer auf der Suche nach Projekten, um unsere Leute nahe an echte Arbeit jeder Art zu bringen“, sagt Werner Gahleitner, Geschäftsführer der Artegra Werkstätten. Der Nah & Frisch-Markt in Altenfelden, der kurz vor der Schließung steht, käme ihm da gerade recht. Hier könnte ein Lebensmittelgeschäft mit geschützten Arbeitsplätzen entstehen, so wie es in Pfarrkirchen schon seit einigen Jahren funktioniert. „Die inklusiven Arbeitsplätze, die wir in Pfarrkirchen anbieten können, sind perfekt. Aber wir kämpfen täglich um Umsätze, das ist knallharte Arbeit“, sieht er das Vorhaben auch von der wirtschaftlichen Seite. „Die Gespräche mit dem Bürgermeister, Nah & Frisch und auch mit der Post laufen schon seit geraumer Zeit - mit offenem Ausgang“, ergänzt Werner Gahleitner. Er rechnet mit einer Entscheidung im ersten Quartal.

Einzige Chance

Für Bürgermeister Klaus Gattringer wäre die Zusammenarbeit mit Artegra die optimale Lösung. Denn dann wäre nicht nur der Nahversorger im Ortszentrum gerettet, sondern auch ein Postpartner gefunden. Denn Postkunden müssen jetzt in die Nachbargemeinde Neufelden, zum Sparmarkt von Gerhard Andexlinger ausweichen. „Wir haben bei uns keine Zusage bekommen“, bedauert der Ortschef, der die Suche aber noch nicht aufgegeben hat.

Altes Gemeindeamt wird saniert

Auch am Gemeindeamt sei die Postpartner-Stelle nicht möglich, denn hier wird jeder Platz gebraucht. Schließlich wird das alte Gemeindeamt gegenüber (dort wo bisher die Post zu finden war) ab Ende des Jahres saniert und umgebaut; Gemeindearzt Michael Schober übersiedelt bereits in den Sommermonaten mit seiner Praxis ins Gemeindeamt.

Nicht mehr wirtschaftlich

Zugesperrt wurde die Postfiliale, weil sie nicht mehr kostendeckend geführt werden konnte. Seit drei Jahren in Folge schreibe die Geschäftsstelle rote Zahlen, heißt es von der Österreichischen Post AG. Grund dafür sei vor allem der Rückgang beim Briefgeschäft, der durch steigende Paketmengen nicht ausgeglichen werden könne.

Somit bleiben nur mehr die Filialen in Rohrbach-Berg und St. Martin als eigenständige Postgeschäftsstellen übrig, die weiteren 25 werden als Postpartner geführt.


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