Bürgerinitiative will schnellere Entlastung der Salzkammergut-Bundesstraße
ALTMÜNSTER. Die Anrainer der B145 machen mit einer Unterschriftenliste Druck auf die Politik. Im November präsentieren die zuständigen Landesstellen sechs Varianten, wie man dem steigenden Verkehrsaufkommen im Ortszentrum Altmünster Herr werden will.

446 Unterschriften hat Josef Feichtinger gesammelt, um dem Anliegen der Altmünsterer Nachdruck zu verleihen. Staus – vor allem bei der Heimreise von Salzkammergut-Ausflüglern – und der Schwerverkehr auch in der Nacht zerren an den Nerven der B145-Anrainer. Lärm, Feinstaubbelastung, Gestank und minutenlange Wartezeiten bei Ausfahrten gehören zum Alltag. Feichtinger will eine Diskussion über eine Untertunnelung in Gang bringen: „Waren es vor zwei Jahren noch 16.000 Fahrzeuge, davon 1600 LKW, die pro Tag durch Altmünster fuhren, sind es mittlerweile 20.000 bzw. 2000 LKW. Wie wird das in zwei oder fünf Jahren aussehen?“ Die Landesstellen arbeiten seit geraumer Zeit an einer Machbarkeitsstudie. Vorschläge sollen bei einer Veranstaltung im November präsentiert werden. Vor allem eine Tieferlegung der Straße samt Überplattung ist im Gespräch. „Das ist schon ein Lichtblick, aber mich wundert, dass wir noch nicht im Straßenbauprogramm aufgenommen sind. Wir warten schon seit 30 Jahren auf eine Lösung“, so Feichtinger.
Die regionale Wirtschaft drängt zudem darauf, die B145 von Gmunden nach Regau vierspurig auszubauen, was die Situation verschärfen könnte. „Da muss vorher in Altmünster eine Lösung her“, sagt Feichtinger. Weiters auf der Wunschliste der Verkehrsgeplagten: ein Nachtfahrverbot für LKW, mehr Geschwindigkeitskontrollen und eine stationäre Radarbox beim Fußgängerübergang zum Solarbad.


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