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"Freiwillige Rückkehr" nach Armenien lässt schockierte Unterstützer zurück

Hans Promberger, 25.02.2016 12:08

ALTMÜNSTER. Die 51jährige Asylwerberin, die Pfarrer Franz Benezeder und die Plattform für Altmünster durch ein „Kirchenasyl“ vor der drohenden Abschiebung bewahren wollten, hat sich zur „freiwilligen Rückkehr“ nach Armenien entschlossen.

Um kurz vor neun Uhr mussten die Altmünsterer Helfer vorerst von ihrem Schützling Abschied nehmen.
  1 / 2   Um kurz vor neun Uhr mussten die Altmünsterer Helfer vorerst von ihrem Schützling Abschied nehmen.

Frau E. wollte eine Eskalation vermeiden und begab sich am Donnerstagmorgen auf die Poizeistelle Altmünster. Ihr Entschluss zur „freiwilligen Rückkehr“ machte einen Abschiebevorgang unnötig. Nun will man von Armenien aus über die deutsche Botschaft, die auch die österreichischen Behörden vertritt, eine Bleiberecht in Österreich erwirken.

Allerdings wissen E. und ihre Unterstützer nicht, was sie in ihrem Heimatland erwartet. „Es kann durchaus sein, dass man ihr bei der Einreise den Pass wegnimmt und sie in Gewahrsam nimmt.“ Man werde versuchen mit E. in Verbindung zu bleiben und gemeinsam an einer baldigen Rückkehr zu arbeiten. Die Frau lebt seit über drei Jahren in Altmünster, hat diverse Deutschprüfungen absolviert, im Pfarrkindergraten ehrenamtlich gearbeitet und war dort derart beliebt, dass die Kindergartenführung ihr eine feste Anstellung bei einem positiven Asylbescheid in Aussicht gestellt hatte.

E. war nach Drohungen und körperlichen Attacken mit ihrem Sohn nach Österreich geflüchtet, ihr Asylantrag wurde nunmehr in letzter Instanz abgelehnt. Die Entscheidung des Asylgerichtshofes konnten weder Bürgermeisterin Elisabeth Feichtinger, Pfarrer Franz Benezeder, Rechtsvertreter Erich Hametner und Integrationshelfer nicht nachvollziehen. „Sie war ein Musterbeispiel einer integrationswilligen Asylwerberin. Und nun liefert man sie einem ungewissen Schicksal aus. Ich habe das Vertrauen in unseren Rechtssaat verloren“, so eine der Unterstützerinnen.


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