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NEUHOFEN/YBBS. Die vielversprechende Band „SarahBernhardt“ besteht aus Bernhard Scheiblauer und Sigrid Horn aus Neuhofen/Ybbs sowie Sarah Metzler aus dem Bregenzerwald. Ihre CD „langsam wiads wos“ bekommt bereits die besten Kritiken.

  1 / 2   Sarah Metzler, Bernhard Scheiblauer und Sigrid Horn (v. l.) setzen auf unbeschwerte positiv stimmende Melancholie. Foto: Daniela Matejschek

NEUHOFEN/YBBS. Mit „SarahBernhardt“ haben Bernhard Scheiblauer (Stimme, Ukulele), Sigrid Horn (Stimme) und Sarah Metzler (Stimme, Harfe) in Wien eine Band gegründet, die die Lieder Scheiblauers interpretiert. Die Stimmen der drei harmonieren wunderbar miteinander, was auch an den genialen Arrangements der drei liegt. Ohne großes Instrumentarium kommt das Wesen dieser Lieder besonders gut herüber. Ukulele, Harfe, ein bisschen Banjo-Gitarre und bei einem Lied eine E-Gitarre reichen, um die wohlig melancholischen und fein gestrickten Melodien, die Harmonien und die Texte hervorzuheben.

Mostviertler Dialekt

Die Texte sind im Mostviertler Dialekt gehalten – der Sprache, die der Neuhofner Bernhard Scheiblauer im Alltag spricht. Auch Sigrid Horn, die mit Bernhard seit Kindertagen befreundet ist, ist in diesem Dialekt daheim. Die Freundin der beiden, Sarah Metzler, stammt aus dem Bregenzerwald und spricht im Alltag „Wälderisch“. Bei „SarahBernhardt“ allerdings singt auch sie sehr gekonnt den Mostviertler Dialekt. Die Texte zeugen von einer Menschenfreundlichkeit Scheiblauers. Teils satirisch teils melancholisch thematisiert er Schwächen und Stärken der Menschen.

Erbe der Mostviertler Kindheit

Auf der Homepage der Band steht das Statement „Mit Harfe, Ukulele und drei Kehlköpfen vertonen SarahBernhardt das Erbe der Mostviertler Kindheit. Dort steht in allen Hinterzimmern aller Häuser auf staubigem Altar das heilige Weh und Oje und die pflichtbewusste Pein, mit der wir uns genüsslich die Federn ausreißen.“ Szenen aus dieser Kindheit finden sich auf Fotos der sehr kunstvoll gestalteten CD.

Sehr sehenswert sind auch die Videos, die die drei gedreht haben. Bei „langsam wiads wos“ durften sie sogar mit Presslufthammer und Vorschlaghammer eine Wand einreißen. Ein wunderbarer Kontrast zur zarten positiv stimmenden Musik. Der Link findet sich auf der Homepage.


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