Filmabend mit Diskussion: "Glory to the Queen"
AMSTETTEN. Der Verein Perspektive Kino präsentiert anlässlich der Amstettner Frauenkulturwoche „Ars femina“ am 20. März den Dokumentarfilm „Glory to the Queen“ von Tatia Skhirtladze im Original mit deutschen Untertiteln. Die Regisseurin wird bei der anschließenden Filmdiskussion anwesend sein.

Der Dokumentarfilm erforscht ein außergewöhnliches biografisches Gewebe zwischen vier Frauen, die während der Sowjetzeit zu Ikonen der Frauenemanzipation wurden. Im Mittelpunkt stehen die vier legendären sowjet-georgischen Schachspielerinnen Nona Gaprindaschwili, Nana Alexandria, Maia Tschiburdanidze und Nana Iosseliani. Als Spitzenspielerinnen dominierten sie die Schachszene von Beginn der 1960er bis zum Zerfall der Sowjetunion und holten den Weltmeistertitel dreißig Mal hintereinander nach Georgien.
Nona Gaprindaschwili gelang, was noch keine Frau vor ihr erreicht hatte: Sie wurde Großmeister.
15 Jahre lang blieb sie Weltmeister, dann geschah das Unerwartete: Die erst 17-jährige Maia Tschiburdanidze stieß sie vom Thron. Und Nana Alexandria und Nana Iosseliani waren den beiden stets auf den Fersen. Zu viert waren sie praktisch unschlagbar.
Der Film führt nach Tiflis in Georgien, wo die Frauen heute leben. Die vier, die im olympischen Team der Sowjetunion oft zusammen gespielt haben, sind aber Zeit ihres Lebens auch verbissene Gegnerinnen am Schachbrett gewesen.
Sie haben sich über 20 Jahre nicht mehr an einen Tisch, geschweige denn an ein Schachbrett gesetzt. Glory to the Queen brachte sie wieder zusammen.


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