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MOSTVlERTEL. Experten aus dem In- und Ausland waren am Internationalen Streuobstkongress „Birnenleben“ von 20. bis 23. August 2015 an der Moststraße zu Gast und diskutierten über aktuelle Themen rund um die Birne.

Bei den Vorträgen im Schloß Zeillern Foto: Leeb
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Bereits am Donnerstag, dem 20. August 2015, bot sich am Abend für die Gäste im Schloss Zeillern bei heimischen Grill- und Mostspezialitäten die Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Moststraße-Obfrau Michaela Hinterholzer freute sich, Experten und Produzenten aus verschiedensten Ländern wie Deutschland, Lettland und sogar Kanada begrüßen zu dürfen.Den fachlichen Teil des Kongresses eröffnete Dorli Muhr von der Agentur „Wine&Partners“ am Freitag in der Früh. Im Vortrag zum Thema „Wie schmeckt Herkunft?“ deckte sie mit Witz die wachsenden Sehnsüchte der Menschen nach Ursprünglichkeit auf. Danach ging es um das Thema Produktentwicklung in der Obstverarbeitung. Manfred Gössinger von der HBLA und BA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg gab Anstöße, welche Aspekte im Zuge der Produktentwicklung zu bedenken sind. Für einen ersten kulinarischen Höhepunkt sorgte kurz darauf Toni Distel­berger, der die Gourmetmos­te der Mostbarone vorstellte. „G“sundheit, sollst leben“ prosteten sich die Kongressteilnehmer zu, die sich während der Ausführungen des Mostbarons selbst von der Qualität der Produkte überzeugen konnten.

Regionalentwicklung für die MoststraßeNach einer Führung in der Mostelleria gab am Nachmittag Moststraße-Geschäftsführer Christian Haberhauer einen Überblick über die Leader Region, die Strategie und die neuen Projekte der Moststraße in der Periode 2014-2020. Danach referierte Andreas Purt, Geschäftsführer der Mostviertel Tourismus GmbH, zum Thema Tourismusentwicklung im Mostviertel. Mit dem Spruch „Hoch lebe die Mostkultur“ begrüßte Primus Johannes Zarl die Teilnehmer und stellte die Mostbarone und einen neuen Film über die Botschafter der Mostkultur vor. Viele Gäste nutzten noch die Gelegenheit im MostBirnHaus zum Kauf von regionalen Köstlichkeiten.

Zukunft der VierkanthöfeAm Samstag standen die Schwerpunkte Raumordnung und Architektur sowie die Krankheiten der Birne auf dem Programm. Nach dem Vortrag von Elisabeth Stix von der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) gab es eine angeregte Diskussion über Möglichkeiten der Raumordnung zum Schutz von Streuobstwiesen. Architekt Konrad Hitthaler verglich die Vierkanthöfe des Mostviertels mit modernen Smartphones und erklärte: „Beide vereinen viele verschiedene Funktionen in Einem“. Christoph Abel, Architekt aus Strengberg, präsentierte innovative Lösungen zur Umnutzung und Weiterentwicklung von Vierkanthöfen und die Entwicklung einer modernen „Mostarchitektur“.Den letzten Fachblock eröffnete Ulrike Person von der AGES, die sich im Vortrag auf das heiße Thema Feuerbrand konzentrierte. Wolfgang Jarausch von der RLP AgroScience, der über die Bekämpfung des Birnenverfalls mit Hilfe resistenter Unterlagen sprach, betonte, dass weitere Forschungen in diesem Bereich unbedingt notwendig wären. Seine Gattin Barbara Jarausch ging näher auf die Übertragung des Birnenverfalls durch Insekten ein. Den Abschluss der fachlichen Inputs machte Monika Riedler-Bauer von der HBLA und BA für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, die den aktuellen Stand der Forschung zum Birnenverfall in Österreich darlegte.

Die Birnen lebenAufgrund verschiedener Umstände ist der Bestand an Streuobstwiesen gefährdet. „Der beste Schutz der Birnbäume ist ihre Nutzung“, so Katharina Varadi-Dianat, dieSprecherin der ARGE Streuobstwiese. Der Streuobstkongress an der Moststraße bot die Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Vernetzung mit internationalen Akteuren. Die Veranstaltung lässt auf eine positive Zukunft der Kulturlandschaft im Mostviertel hoffen.


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