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FEUERWERK. Alle Jahre wieder geschehen Unfälle im Umgang mit Feuerwerk. Bei Beachtung der Tipps vom staatlich geprüften Pyrotechniker Reinhard Leeb kann man aber das Risiko eines Unfalls auf ein Minimum reduzieren.

Temperaturen über 1000 Grad Celsius mahnen zur Vorsicht beim Umgang mit Pyrotechnik. Foto: Johannes Zinner/Leeb

Das Silvesterfeuerwerk sollte am besten jemand zünden, der nichts Alkoholisches getrunken hat. Wenngleich keine Vorschriften diesbezüglich bestehen, sollte bedacht werden, dass die Versicherung im Fall eines Schadens keine Haftung übernimmt.

Dasselbe gilt für den Erwerb und die Verwendung von illegaler Pyrotechnik. Jeder pyrotechnische Artikel muss eine Gebrauchsanleitung in Deutsch aufweisen. Diese sollte genau durchgelesen und eingehalten werden. Auch die Angabe der Kategorie F1 oder F2 muss vorhanden sein.

Auch auf die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes muss geachtet werden. Oft ist die Angabe des Mindestabstandes zwischen Feuerwerkskörper und Publikum auf der Verpackung angegeben.

Es hat sich auch bewährt, zur Löschvorkehrung zumindest einen Eimer Wasser griffbereit zu stellen. Sollte doch ein unbeabsichtigter Brand entstehen, kann so das Schlimmste verhindert werden.

Empfehlenswert ist auch das Tragen von Kleidung aus Baumwolle, die auch keine Möglichkeiten bietet, wo sich entzündete Feuerwerkskörper verfangen können.

Die Verwendung von „windsicheren“ Anzündern, wie Sturmfeuerzeugen oder speziellen Zündlichtern verhindert ein unbeabsichtigtes Zünden im oberen Bereich der Zündschnur. Ein vorschnelles „Losgehen“ kann damit vermieden werden.

Das Zünden von Feuerwerkskörpern inmitten von Menschenansammlungen ist verboten. Die meisten pyrotechnischen Artikel haben Abbrandtemperaturen von über 1000 Grad. Hier reicht das Verletzungsrisiko von Verbrennungen bis hin zu Knalltraumata.

Raketen werden nie nur in den Schnee gesteckt. Ein anfrierender Leitstab hat das Zünden der Rakete am Boden zur Folge.

Sicheres Zünden von Batterien erfolgt „von langer Hand“, das heißt mit ausgestrecktem Arm von der Seite. Eine Batterie sollten zudem gegen Umkippen mit Ziegeln, Anbinden oder Ankleben gesichert werden. Sie muss auch auf einem ebenen, festen Untergrund stehen.

Bei Versagern sollte eine Wartezeit von mindestens 15 Minuten vor dem Annähern eingehalten werden, bevor ein Nachzünden durch Überschütten des Versagers mit reichlich Wasser verhindert wird.


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