Russengräber saniert: Überkonfessionelle Gedenkfeier
AMSTETTEN. Am Neuen Städtischen Friedhof am Krautberg wurden die Schäden der Zeit an den sowjetischen Kriegsgräberanlagen entfernt. Um insgesamt 62.400 Euro wurden die ehemaligen „Russengräber“ generalsaniert.

AMSTETTEN. Im Rahmen einer überkonfessionellen Gedenkfeier wurde im Beisein zahlreicher Fest- und Ehrengäste der gefallenen russischen Soldaten sowie der Zwangsarbeiter des zweiten Weltkrieges gedacht. Am Neuen Städtischen Friedhof am Krautberg wurden die Schäden der Zeit an den sowjetischen Kriegsgräberanlagen entfernt. Um insgesamt 62.400 Euro wurden die ehemaligen „Russengräber“ generalsaniert. „Kriege sind wohl die größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Jeder Krieg führt zwangsläufig zu Verbrechen an Menschen und an der Menschlichkeit von allen Seiten“, so Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ). In der Sanierung der Kriegsgräberanlagen sieht die Bürgermeisterin nicht nur die Erfüllung einer im Jahr 1948 eingegangenen Pflicht, sondern die Verpflichtung, den Opfern aus der Zeit des 2. Weltkrieges das Andenken zu bewahren und die Wertschätzung auszudrücken. „Es ist ein wunderbares Zeichen gegenseitiger Wertschätzung, wenn heute der Segen sowohl von der katholischen, als auch von der evangelischen und der russisch-orthodoxen Kirche gespendet wird“, bedankte sich die Bürgermeisterin bei Stadtpfarrer Peter Bösendorfer, dem Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde, Siegfried Kolck-Thudt sowie Vater Wjatscheslaw von der russisch-orthodoxen Kirche.


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