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AMSTETTEN. Die Salesianer Don Boscos (1815-1888)wirken seit 100 Jahren in der Pfarre Amstetten Herz Jesu für die Jugend, das stellte man kürzlich nach Sichtung von Dokumenten fest. Am 20. Jänner wurde diese Jubiläum im Rahmen des Don Bosco-Festes mit einem Festgottesdienst gefeiert.

Foto: Wolfgang Zarl
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AMSTETTEN. Seit 100 Jahren wirken die Salesianer Don Boscos (1815-1888) in der Pfarre Amstetten Herz Jesu für die Jugend, das stellte man kürzlich nach Sichtung von Dokumenten fest. Am 20. Jänner wurde diese Jubiläum im Rahmen des Don Bosco-Festes - sein Gedenktag ist der 31. Jänner - mit einem Festgottesdienst gefeiert, an dem auch Bürgermeisterin Ursula Puchebner teilnahm. Festprediger war Pater Hans Randa, ein gebürtiger Amstettner. Hier sei die Kirche noch voll, freute sich Randa. Ihm sei ganz wichtig: „Hier geschieht Herzensbildung im Sinne Don Boscos.“ Musikalisch umrahmt wurde die Festmesse von JAM, den Jungen Amstettner Musikanten, viele Jugendliche sowie Pfadfinder nahmen teil.

Bürgermeisterin lobt Zusammenarbeit

 Bürgermeisterin Puchebner lobte in ihrer Ansprache das Wirken der Ordensgemeinschaft in Amstetten. Sie seien nicht nur ein „Meilenstein“ für die Katholiken geworden, sondern für ganz Amstetten. Das Don Bosco Heim und die Salesianer würden sich für alle Jugendlichen einsetzen: unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Dafür würde ein großes Team an Ehrenamtlichen der „Don Bosco Familie“ mithelfen. Sie sage danke für die Arbeit und sie schätze die langjährige Hilfe für Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen. Puchebner fasste zusammen: „Die Salesianer von Amstetten arbeiten zukunftsorientiert, wertschätzend und friedensstiftend - und sind immer freundlich!“ Hier würden Werte vermittelt sowie soziale Kompetenz und Lebensfreude an Jugendliche vermittelt - und das immer in Gemeinschaft. Sie danke für 100 Jahre wertvolle Arbeit in Amstetten.

Geschichte des Wirkens in Amstetten

 Schon 1917 erklärte sich der damalige Provinzial P. August Hlond bereit, die im Bau befindliche „Kaiser Jubiläumskirche“ zu übernehmen. Zuvor hatte der damalige Bischof Johannes Baptist Rößler um die Salesianer geworben. 1918 wurde der Übergabevertrag für Kirche und Grundstück unterzeichnet.

 Wegen der schwierigen Nachkriegszeit verzögerte sich der Weiterbau der Kirche. Erst als 1925 P. Karl Kranner nach Amstetten kam, konnte mit Unterstützung des Kirchenbauvereins und vieler Wohltäter der Kirchenbau abgeschlossen werden.

 Zentrales Anliegen ist es den Salesianern, dass das Leben junger Menschen gelingt. Die Idee des von Bosco gegründeten Ordens lebt. Pfarrer Pater Hans Schwarzl: „Viele fühlen sich in Amstetten von Don Boscos Sendung zur Jugend und seiner Spiritualität angesprochen.“ Als Sympathisanten, ehrenamtliche Mitarbeiter, Freunde und Förderer stehen sie mit der Don Bosco Familie in Beziehung und arbeiten im Geiste Don Boscos an einer gerechteren Welt für junge Menschen mit oder unterstützen als Wohltäter durch ihr Gebet und ihre Spenden das heutige Werk für die Jugend. In Amstetten ist das bekannte Don Bosco Heim eine Anlaufstelle für viele Jugendliche. Nach dem Zweiten Weltkriegt wurde es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten von vielen ganz besonders geschätzt. Auch heute schätzen viele junge Amstettner und Migrantenkinder das tolle Angebot zum Spielen und Lernen.

 In der Pfarre freut man sich, dass offensichtlich auch die Provinz den Standort schätzt, sichtbares Zeichen ist das „Betreute Wohnen“, in dem ältere Salesianer ihren Lebensabend genießen können. Gleichzeitig erleben sie am Don Bosco-Fußballplatz und am Spielplatz das, was ein salesianisches Herz erfreut: eine junge, bunte, fröhliche Kirche. Auch die Senioren der Pfarre und die Ehemaligen Don Boscos sind lebendige Gruppen mit einem umfangreichen Veranstaltungsangebot.

16.000 Salesianer gibt es weltweit, dazu 13.500 Don Bosco Schwestern, 35.000 Salesianische Mitarbeiter und 200.000 Ehemalige Don Boscos und der Don Bosco Schwestern.


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