Amstettner fordern Herberge für Kinder und Familien aus Lesbos
AMSTETTEN. Die Initiative „Courage – Mut zu Menschlichkeit“ hat Unterkünfte in Österreich gefunden, die es möglich machen, Flüchtlings-Familien aus Lesbos menschenwürdig unterzubringen.

Auch in der Stadtgemeinde haben sich Menschen dieser Initiative angeschlossen. Sprecher ist Christian Köstler. „Aufgrund der großen Betroffenheit über die unglaublichen Bilder und Berichte aus Lesbos ist in Amstetten diese Initiative entstanden. Wir wollen lokal hier vor Ort ein Zeichen setzen, unsere Solidarität mit den Menschen auf Lesbos zum Ausdruck bringen und auf die unhaltbaren Zustände in den Flüchtlingslagern hinweisen“, so Köstler. Bisher habe es bereits viele positive Rückmeldungen und Unterstützungsangebote gegeben.
„Können nicht zuschauen“
„Wir können nicht zuschauen, wenn Menschen im Winter in überschwemmten Zelten wohnen müssen, wenn die häufigsten Verletzungen von Kindern Rattenbisse sind und wenn Kinder traumatisiert werden und Gewalt erleben“, schildert Köstler.
„Liegt an Entscheidung der Bundesregierung“
Die Initiative rund um die Schauspielerin Katharina Stemberger hat in ganz Österreich Quartiere gesucht und gefunden, die jederzeit genutzt werden können. „Es liegt jetzt allein an der Entscheidung der österreichischen Bundesregierung, für ein bestimmtes Kontingent an Flüchtlingen auch die Einreise zu ermöglichen“, erklärt Köstler.
Herbergsuche 2020/2021
Einer der Unterstützer in Amstetten ist Pfarrer Peter Bösendorfer: „Herbergsuche geschah nicht nur vor 2000 Jahren in Bethlehem, sondern sie geschieht genauso heute! Wer jemanden aufnimmt, der keinen Platz in dieser Welt zu haben scheint, der nimmt auch heute Christus auf“, macht der Amstettner Priester deutlich.
Brief an Bundesregierung
Gemeinsam habe man einen Brief mit zahlreichen Unterschriften an die Bundesregierung erstellt, in dem diese ersucht werde, durch die Aufnahme von 100 Familien und Kindern aus Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln humanitäre Soforthilfe zu leisten. „Gewähren Sie Herberge und ermöglichen Sie die Aufnahme dieser schwer betroffenen Menschen“, so der Appell der Initiatoren an die Bundesregierung.








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