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BEZIRK. Trotz Lockdowns sind die Kindergärten Niederösterreichs mehr als gut gefüllt. Doch nicht nur die hohe Auslastung sorgt für Diskussionen. Anlässlich des Tages der Elementarbildung machten viele Pädagogen ihrem Unmut Luft.

Die Kindergarten-Garderoben sind trotz Lockdowns gut gefüllt. Foto: svetafor/Shutterstock.com
Die Kindergarten-Garderoben sind trotz Lockdowns gut gefüllt. Foto: svetafor/Shutterstock.com

Zu volle Gruppen trotz Lockdowns, derzeit keine Testmöglichkeiten für das Personal vor Ort, teilweise nicht ausreichendes Schutzmaterial, uneinheitliche Sicherheitskonzepte, die Unmöglichkeit, zu den Kindern Abstand zu halten – es ist eine lange Liste an Problempunkten, die die Interessensvertretung der Elementarpädagogen dieser Tage kundtat.

60 Prozent Auslastung

Aktuell beträgt die Auslastung in den NÖ Kindergärten 60 Prozent. „Dieser Prozentsatz gilt landesweit – auch im Bezirk Amstetten. Es gibt insgesamt keine großen Ausreißer“, erklärt Marion Gabler-Söllner von der Abteilung Schulen und Kindergärten des Landes. Und auch die Stadtgemeinde Amstetten bestätigt die 60 Prozent: „Mit Stand 20. Jänner 2021 waren 449 Kinder in den Kindergärten, das sind etwa 60 Prozent. Zum Vergleich: mit 1. Dezember 2020 waren 326 Kinder in den Kindergärten. Im Mai 2020 waren es 85“, so Clarissa Schmitz, Sprecherin der Stadtgemeinde.

Appell der Landesrätin

Das Betreuungsangebot an Schulen und Kindergärten richte sich an alle, die es benötigen. „Allerdings ist es unsere eindringliche Bitte, von dem Angebot nur dann Gebrauch zu machen, wenn es tatsächlich benötigt wird“, erklärt dazu VP-Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte sollten sich „nun bitte genau überlegen, ob sie ihre Kinder zuhause betreuen können und dies nach Möglichkeit zumindest tageweise tun“, so Teschl-Hofmeister.

Betreuung: „Entscheidung liegt bei Eltern“

Für all jene, die ihre Kinder nicht zuhause betreuen könnten, bestehe weiterhin die Möglichkeit, die Kinder zur Betreuung in Schule oder Kindergarten zu bringen. „Die Entscheidung liegt dabei voll und ganz bei den Eltern. Es sind keine Bestätigungen oder Ähnliches vorzulegen“, betont die Landesrätin.

Antigen-Schnelltests fehlen

Eine besondere Forderung der Elementarpädagogen ist die Ausstattung der Kindergärten mit der neuen Generation der Antigen-Schnelltests, also der Tests für den vorderen Nasenbereich. Hier ortet Georg Ecker, Bildungssprecher der Grünen Niederösterreich, Versäumnisse seitens des Landes: „Von mehreren Kindergärten seien Rückmeldungen gekommen, dass seitens des Landes NÖ keine Testkits zur Verfügung gestellt wurden. Kindergärten sind in all ihren Belangen Angelegenheit der Länder – darunter fällt auch die Ausstattung mit einer ausreichenden Anzahl an Tests“, so Ecker, der auch darauf verweist, dass in Wien an öffentlichen Kindergärten bereits seit 18. Jänner getestet werde.

Georg Ecker (Grüne): „Brauchen maximale Sicherheit“

„Wir haben schon im Herbst mehrmals darauf hingewiesen, dass wir maximale Sicherheit in Niederösterreichs Bildungseinrichtungen wie auch Horten und bei Tageseltern brauchen. Neben der Nutzung von FFP2-Masken gehört da eine ausreichende Möglichkeit, sich testen zu lassen, zur Grundausstattung“, betont der Bildungssprecher. Laut Marion Gabler-Söllner von der Abteilung Schulen und Kindergärten des Landes habe bisher für die neue Generation der Selbsttests keine Zulassung seitens der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) vorgelegen. Hier gehe es um Haftungsfragen.

Im Bildungsministerium hingegen habe man den Ländern Hilfe bei der Beschaffung von Tests zugesichert. Zudem stehe das Kindergartenpersonal bei der Reihung für die Corona-Impfung in der gleichen Prioritätenliste wie andere Pädagogen.

Situation in Amstetten

Im Gemeindegebiet von Amstetten gibt es 13 Kindergärten mit 34 Gruppen und 750 Kindergartenkindern. Auch hier sind laut Stadtgemeinde noch keine Antigen-Schnelltests vorhanden. Diverses Schutzmaterial sei in die Kindergärten ausgeliefert worden, man arbeite in allen Einrichtungen nach den Covid-19 Hygiene- und Präventionsleitlinien für NÖ Landeskindergärten.


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