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ÖHLING/HOLLENSTEIN. : LAbg. Bgm. Anton Kasser (ÖVP), Bgm. Manuela Zebenholzer (SPÖ) und Bgm. Karl Huber (ÖVP) berichteten in Öhling über das sensible Moor in der Nähe von Hollenstein.

LAbg. Bgm. Anton Kasser (ÖVP), Bgm. Manuela Zebenholzer (SPÖ) und Bgm. Karl Huber (ÖVP) mit einem "Klar!"-Taferl (Foto: GDA)

Klein, aber fein - so präsentiert sich das kleine Niedermoor unweit der Promau, dem Herzstück des Naturparks NÖ Eisenwurzen in Hollenstein an der Ybbs.

Flach- und Hanquellmoore

Es ist ein Dolomittal mit den typischen Flach- und Hanquellmooren. Das besonders sensible Ökosystem Moor gehört zu den am stärksten gefährdeten und seltensten Lebensräumen unserer Erde. Nur 3% der Landoberfläche bestehen aus Mooren, jedoch werden hier 30 Prozent des weltweiten Kohlendioxids gespeichert. Somit leistet man mit dem Schutz und der Erhaltung der Moore einen unbezahlbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung. Das Moor im Naturpark ist flächenmäßig sehr klein, weist aber die lebensraum-typische Fauna und Flora auf. So leben hier einige Arten, die sich auf der Roten Liste wiederfinden. Es fliegen viele Quelljungfern, man trifft auf den typischen Alpen- und den Feuersalamander, Molche, Gelbbauchunken und man sieht die Feuerlilien und seltene Orchideen.

Erhaltungszustand des Moores ist nicht optimal

Der Erhaltungszustand des Moores ist seit Jahren nicht sehr optimal und es ist dringend notwendig, mit gezielten Pflegemaßnahmen die Situation zu verbessern, damit sich der Wald die Fläche nicht schleichend zurückholt. Deshalb wird das Projekt von der Klimawandel Anpassungsmodellregion Amstetten (kurz: KLAR!) sowie durch das Wildnisgebiet und die Österreichischen Bundesforste unterstützt.

Rodung, Sanierung und Besucherlenkung

Die Flächen sind zum Teil stark mit Büschen bestockt und durch Weiden und Eschen bewachsen. Die Vegetation der Moore reagiert sehr empfindlich auf Störungen. Deshalb ist ein sehr schonendes Vorgehen notwendig. Gemeinsam will der Naturpark NÖ Eisenwurzen mit Hilfe von Experten und Freiwilligen, denen der Naturschutz am Herzen liegt, die notwendigen Maßnahmen durchführen (Entbuschung – „Entkusseln“, Rodung, Sanierung der Stege zur Besucherlenkung und Infotafeln). Um auch das Bestehen der Naturschätze in Zukunft zu sichern, wird Öffentlichkeitsarbeit mit Kindern und Jugendlichen der Naturpark-Schulen der gesamten Region betrieben.


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