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AMSTETTEN. Zahlreiche Kinder und Jugendliche machen sich rund um den Jahreswechsel auf, um für Menschen in Not zu singen: Niederösterreichweit waren es in den letzten Jahren immer 22.000. Schwerpunktland ist heuer Kenia.

Sternsinger der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu (Foto: Wolfgang Zarl)
Sternsinger der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu (Foto: Wolfgang Zarl)

Ilse Gugler und Gabriele Wagner, die die Aktion in der Pfarre Amstetten Herz Jesu organisieren, sagen: „Es ist eine Win-win-Sache: Viele freuen sich auf den Besuch der Heiligen Drei Könige, diese bringen Segenswünsche in die Häuser und sie unterstützen Notleidende.“

Schwerpunktland Kenia

Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar sammelte im Vorjahr österreichweit rund 15 Millionen Euro soziale Projekte in den Ländern des Globalen Südens. Wagner und Gugler bitten auch heuer wieder, ihnen einen „königlichen Empfang“ zu bereiten und sie danken den jungen Pfarrmitgliedern, den Gastfamilien und Reinigern der Gewänder schon jetzt. Schwerpunktland ist heuer Kenia, besonders die dürregeplagten Nomaden stehen heuer im Fokus.

„Chronische Armut“

Die Amstettner Heiligen Drei Könige wissen von den Dreikönigsaktion-Projektpartnern: „Ein Schwerpunkt der Sternsingeraktion 2023 liegt im nördlichen Kenia, in den Regionen Marsabit und Samburu. In dieser wüstenähnlichen Region leben an die 80% der Menschen als Hirtenvölker von ihren Herden an Rindern, Ziegen, Schafen oder Kamelen. Landwirtschaft ist nur sehr begrenzt entlang der meist ausgetrockneten Flussläufe sowie auch rund um den Turkanasee möglich. Die Lebenssituation der Menschen ist von Wassermangel geprägt. Der Klimawandel führt verstärkt dazu, dass Regen ausbleibt und Dürrephasen häufiger auftreten. Wenn es kein Wasser und kein Futter für die Tiere gibt, verenden diese, das führt auch bei den Menschen zu chronischer Armut. Und wenn es dann doch sehr selten regnet, dann extrem stark, was zu Überschwemmungen und Erdrutschen führt. Familien leiden unter Hunger, Kinder sind unter- und mangelernährt, was häufig dramatische Folgen für ihre Entwicklung hat. Ohne sauberes Trinkwasser entstehen Krankheiten wie Cholera oder Typhus. Medizinische Behandlung ist weit entfernt und kaum leistbar. Schwangere Frauen und Kinder sind besonders von Unterernährung und Krankheiten betroffen.“


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