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NÖ. Um die Flächennutzung und -versiegelung in Österreich transparent und für jeden einsehbar zu gestalten, gibt es seit heuer das Infoportal www.flaechenversiegelung.at. Bis auf Gemeindeebene herunter können dort Daten abgerufen werden.

Als versiegelt gelten Böden, wenn sie mit einer wasserundurchlässigen Schicht abgedeckt sind. (Foto: Martin Grimm/stock.adobe.com)

Das Beraternetzwerk Kreutzer Fischer & Partner möchte mit der neuen Plattform Objektivität in die laufende Debatte zur Bodenversiegelung bringen. Jeder könne sich mit den gesammelten Daten des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen, des Umweltbundesamts und der Raumordnung ein Bild machen.

Sieben Prozent der Flächen Österreichs beansprucht

Österreichweit beträgt der Anteil der Flächeninanspruchnahme (Gebäude-, Verkehrs-, Freizeit- und Abbauflächen) im Jahr 2022 sieben Prozent der Staatsfläche (83.883 Quadratkilometer). Etwas höher ist der Anteil im Burgenland (zehn Prozent), über dem Schnitt liegen auch Nieder- und Oberösterreich mit je neun Prozent. In Wien liegt der Anteil bei 60 Prozent.

2,9 Prozent der Flächen Österreichs versiegelt

Die Flächeninanspruchnahme ist allerdings nicht gleichzusetzen mit der versiegelten Fläche. Als versiegelt gelten Böden dann, wenn sie mit einer wasserundurchlässigen Schicht abgedeckt sind und der Boden dadurch wichtige Funktionen wie die Wasserspeicherung verliert. In der Praxis werden nur überbaute, zubetonierte oder asphaltierte Flächen gezählt.

Aktuell sind das österreichweit insgesamt 2.411 Quadratkilometer oder 41 Prozent der beanspruchten Flächen oder 2,9 Prozent der gesamten Staatsfläche.

Versiegelte Fläche: 3,6 Prozent in Niederösterreich

Bei den Bundesländerwerten gibt es nur geringfügige Abweichungen. Niederösterreich (42 Prozent der beanspruchten Fläche) und Oberösterreich (43 Prozent der beanspruchten Fläche) liegen leicht über dem Schnitt. Bezogen auf die gesamte Landesfläche gibt es bei der versiegelten Fläche erwartungsgemäß den höchsten Anteil in Wien mit 26,5 Prozent; in Niederösterreich sind 3,6 Prozent und in Oberösterreich 3,8 der gesamten Fläche versiegelt.

Dauersiedlungsraum

Weiter aufgeschlüsselt werden kann die Fläche Österreichs in den Dauersiedlungsraum (DSR) – also jenen potenziell besiedelbaren Raum, in dem der Mensch lebt, arbeitet, Naturgrundlagen bewirtschaftet oder sich erholt. Es handelt sich dabei also um jene Fläche, die nach Abzug von Wald, alpinem Grünland, Ödland und Gewässer übrig bleibt.

Der Dauersiedlungsraum wird von der Statistik Austria ermittelt und umfasst zurzeit 32.584 Quadratkilometer, 39 Prozent der österreichischen Staatsfläche. Nimmt man den Dauersiedlungsraum als Basis für die Berechnung des Versiegelungsgrades, liegt dieser im Bundesdurchschnitt bei 7,4 Prozent. In Wien sind rund 34 Prozent des DSR überbaut, zubetoniert oder asphaltiert; Niederösterreich und Oberösterreich liegen hier unter dem Schnitt: 6 Prozent in Niederösterreich und 6,7 Prozent in Oberösterreich.

Bezirk Amstetten: 4 Prozent der Fläche versiegelt

Der Bezirk Amstetten ist rund 1.188 Quadratkilometer groß. Der Anteil der Flächeninanspruchnahme im Jahr 2022 beträgt rund 8,8 Prozent der Bezirksgesamtfläche (rund 104 Quadratkilometer). Die Flächenversiegelung beträgt 4 Prozent oder rund 48 Quadratkilometer.

Der Dauersiedlungsraum im Bezirk Amstetten umfasst derzeit 760,77 Quadratkilometer. Nimmt man diesen als Basis für die Berechnung des Versiegelungsgrades, liegt dieser bei 6,3 Prozent. Die Flächeninanspruchnahme liegt hier bei 13,7 Prozent.

Versiegelte Fläche in der Stadtgemeinde Amstetten

Zuletzt noch ein Blick auf die Situation in der Stadtgemeinde Amstetten: Insgesamt weist die Bezirkshauptstadt eine Fläche von rund 52 Quadratkilometern auf. Der Anteil der Flächeninanspruchnahme im Jahr 2022 beträgt 28,5 Prozent der Gesamtfläche, was rund 15 Quadratkilometern entspricht. Die Flächenversiegelung in der Stadtgemeinde Amstetten beträgt 12,3 Prozent oder rund 6 Quadratkilometer.

Der Dauersiedlungsraum umfasst aktuell rund 40 Quadratkilometer. Dient dieser als Basis für die Berechnung des Versiegelungsgrades, liegt letzterer bei 16,1 Prozent. Die Flächeninanspruchnahme beträgt dann 37,4 Prozent.

Wer selbst Daten zu seiner Gemeinde oder seinem Bezirk finden möchte, kann dies auf www.flaechenversiegelung.at tun.


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