Begegnung in Seitenstetten: „Brücken für den Frieden“
SEITENSTETTEN. Gemeinsam mit der Seitenstettner Ärztin Michaela Fried hat Ahmed Abu Tawahina das Projekt „Brücken für den Frieden“ in Gaza in Gang gebracht. Nun besuchte dessen Tochter Amani das Bildungshaus St. Benedikt in Seitenstetten.

Die Seitenstettner Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Michaela Fried setzt sich unentwegt für den Frieden im Gaza ein. Ahmed Abu Tawahina hat das Friedensprojekt in Gaza gemeinsam mit Fried in Gang gebracht und dort viel erreicht.
Aufgrund einer völlig überraschenden Ausreisegenehmigung hat nun dessen Tochter Amani Seitenstetten besucht, wo dieses Friedenswerk im Rahmen des Vereins „Bridges for hope and peace“ (B4HP) 2017 seinen Ausgang genommen hat.
Prinzip der „Neuen Autorität“
Ahmed Abu Tawahina war bis zu seinem Tod die engste Kontaktperson von Michaela Fried, die gemeinsam mit ihm nach dem Prinzip der „Neuen Autorität“ in gewaltlosem Widerstand Friedensinitiativen im Kleinen gesetzt hat. Tochter Amani führt nun diese Friedensinitiative und die Zusammenarbeit mit B4HP fort und war im Bildungshaus St. Benedikt zu Gast, um über die Situation in ihrem Land zu berichten.
Schon ihr Vater Ahmed Abu Tawahina ist nie müde geworden, eine klare Sprache gegen Gewalt und Entwürdigung zu finden, egal ob sie von Israel oder aus dem Regime der Hamas kam. Er sowie viele Eltern mit Kindern, Lehrer und Therapeuten ermutigten Michaela Fried und Martin Fellacher, B4HP zu gründen.
Aufgaben der NGO
„Wir bauen Brücken zu und von Menschen, denen das Recht auf ein würdevolles Leben durch Krieg, staatliche Gewalt, Mangel an Nahrung oder medizinischer Versorgung sowie Verweigerung zu Bildung genommen wurde“, definiert Fried die Aufgaben dieser NGO.
Daher arbeitet Michaela Fried eng mit Amani und ihren Geschwistern sowie 18 weiteren Mitarbeitern zusammen, die im Gazastreifen in Familien und Schulen nach dem Prinzip der Neuen Autorität intervenieren. Diese Arbeit bekennt sich zu gewaltfreiem Handeln und ist dadurch ein wichtiger Beitrag zu Frieden im Gazastreifen.
„Uns liegt jede Schuldzuweisung fern; wir versuchen aber vor allem in Familien und über das Bildungssystem an Konfliktbewältigung zu arbeiten und ein gewaltfreies Miteinander zu ermöglichen, worauf alle ein Recht hätten“, umreißt Martin Fellacher seine Ziel- und Wunschvorstellung.


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