Hochsaison für die Naturgartenpolizei

Reinhard Leeb Reinhard Leeb, Tips Redaktion, 17.06.2019 15:04 Uhr

MOSTVIERTEL. Zahlreich finden sich in den Gärten dieser Tage ein unbeliebter Gast: die Blattlaus. Sie saugt bevorzugt den Pflanzensaft junger Blätter und Triebe. Typischerweise rollen oder kräuseln sich befallene Blätter ein. Neben der Förderung natürlicher Gegenspieler, lassen sich die kleinen Pflanzensauger ergänzend mit einigen Tricks ökologisch in Schach halten.

„Blattläuse scheiden Honigtau aus, der sich als klebriger Belag auf den Blättern bemerkbar macht. Oft siedeln sich darauf in weiterer Folge schwarze Rußtaupilze an. Ameisen lieben den süßen Honigtau, weshalb sie die Blattläuse gegen Feinde verteidigen. Wo sich Ameisen gehäuft an Pflanzen tummeln, sind Blattläuse meist nicht weit“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Ausgewogen ernährte und gesunde Pflanzen können auch einen stärkeren Blattlausbefall ertragen, ohne beträchtlich geschädigt zu werden. Neben der richtigen Standortwahl bei der Pflanzung sind gute Bodenpflege und eine den Bedürfnissen der Pflanzenart gerechte, ökologische Düngung die beste Vorsorge. Das A und O sind im naturnahen Garten stets auch die Schonung und Förderung der Naturgartenpolizei.

Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Raubwanzen, Ohrwürmer, Vögel, Fledermäuse, Wespen und Hornissen haben Blattläuse zum Fressen gern. Geben Sie den fleißigen Tieren etwas Zeit, um sich auf das Nahrungsangebot einzustellen.

Als natürliches Hilfsmittel hat sich das Spritzen mit kaltem Auszug von Brennnesseln bewährt. Geben Sie dazu ein Kilogramm frisches Kraut auf zehn Liter Wasser. Lassen Sie den Auszug maximal 24 Stunden stehen. Unverdünnt gespritzt, wirkt dieser unterstützend für Pflanzen, die gegenüber saugenden Insekten empfindlich sind. Zu entfernen sind die Blattläuse durch Abstreifen. Die befallene Pflanzen spritzt man beim morgendlichen Gießen wiederholt gründlich mit einem starken Wasserstrahl ab oder stäubt die taunassen Triebe mit Gesteinsmehl.

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