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SANKT PÖLTEN. Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe veranstaltet Treffen in Sankt Pölten. Das nächste findet am Dienstag, dem 19. November, um 18 Uhr in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (Universitätsklinikum Sankt Pölten-Lilienfeld, Matthias Corvinusstr. 26, 3100 Sankt Pölten – Hörsaal A.0.17) statt.

Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe veranstaltet Treffen in Sankt Pölten. (Foto: weyo/stock.adobe.com)
Die Tinnitus-Selbsthilfegruppe veranstaltet Treffen in Sankt Pölten. (Foto: weyo/stock.adobe.com)

Die Besucher können sich bei den Treffen mit anderen Betroffenen austauschen. „Es werden auch immer wieder mal Übungen gemacht und man baut sich gegenseitig auf“, erklärt Gruppenleiterin Marion Weiser-Fiala. Das Besondere an den Treffen der Selbsthilfegruppe sei allerdings das Verständnis, das man durch andere Betroffene erfährt.

Weiser-Fiala: „Tinnitus sieht man nicht“

Weiser-Fiala: „Das Gefühl, die Situation alleine durchleben zu müssen oder dass niemand ernst nimmt, was da gerade in den Ohren los ist, ist den meisten Tinnitus-Betroffenen sehr vertraut. Wenn man einen Unfall oder eine Operation hatte, dann ist es offensichtlich, dass man vom Umfeld achtsamer behandelt wird. Bei Tinnitus ist das nicht so. Man sieht ihn nicht. Das Umfeld vergisst immer wieder, wie beeinträchtigend das Ohrgeräusch sein kann.“

Entspannungsübungen

Derzeit seien die Teilnehmerzahlen im Steigen. „Wir haben auch ein Set an Entspannungsübungen, die wir bei jedem Treffen praktizieren. Vor den Ferien war ein Tinnitus-Betroffener mit einer starken Geräuschüberempfindlichkeit bei uns in der Selbsthilfegruppe. Als wir unser Treffen im September hatten, war es so schön zu sehen, wie sehr er aus seiner Anspannung und Hilflosigkeit herausgefunden hatte. Er meinte, dass die Anregungen und Gespräche in der Selbsthilfegruppe für ihn wie Balsam für die Seele waren und ihm so geholfen hatten, wieder Boden unter den Füßen zu finden. Das ist einer der Gründe, warum ich die Treffen liebe. Es kann etwas wachsen und es tut den Betroffenen gut“, lädt Weiser-Fiala weitere Tinnitus-Betroffene ein.

Weitere Informationen: www.tinnitus.at oder www.oetl.at

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