Joachim Standfest ist neuer Trainer des SKU Amstetten

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 07.08.2020 14:24 Uhr

AMSTETTEN. Der 40-jährige Steirer Joachim Standfest wurde heute Freitag als neuer Trainer des SKU Amstetten präsentiert. Standfest folgt auf Jochen Fallmann, der erst am vergangenen Dienstag seinen Wechsel ins Trainerteam von Peter Stöger bei Austria Wien intern bekanntgegeben hatte.

SKU-Sportchef Harald Vetter in einer eilig einberufenen Pressekonferenz am Freitag: „Noch am Dienstag bin ich mit Jochen Fallmann das Heimprogramm und die erste Trainingswoche durchgegangen. Spätabends hat er mich angerufen und mir mitgeteilt, dass sich überraschend eine Wende ergeben und er ein Angebot von Austria Wien hat, das er gerne annehmen möchte. Wenn ein Traditionsverein wie Austria Wien ruft, dann verstehe ich die Entscheidung. Er wird dort Assistenztrainer unter Teamchef Peter Stöger“. Da Fallmann ein Ausstiegsfenster im zweiten Vertragsjahr gehabt habe, war ein Verlassen des SKU Amstetten laut Vetter auch möglich.

Erfolge mit Fallmann

Jochen Fallmann war seit März 2019 Trainer beim SKU Amstetten. Nach dem Klassenerhalt im ersten Zweitliga-Jahr des SKU führte Fallmann den Verein 2020 auf den fünften Tabellenplatz.

„Haben immer einen Plan B“

„Als SKU Ertl Glas Amstetten haben wir immer einen Plan B in der Tasche“, so Vetter. Man habe eine Liste mit zehn interessanten Trainern, die einen „super Job“ machen und auch von der Philosophie her zum SKU Amstetten passen würden. „Relativ schnell“ sei klar gewesen, dass man sich wieder für eine „junge und kreative Lösung“ entscheiden würde. „Wir wollten wieder jemandem eine Chance geben, der die Qualität hat und der den nächsten Schritt mit uns gehen möchte“, erklärte Vetter. Bald habe es Gespräche mit Joachim Standfest gegeben. Am gestrigen Donnerstag sei es zur Einigung gekommen.

„Angebot ist überraschend gekommen“

„Das Angebot des Trainerpostens im SKU Ertl Glas Amstetten ist für mich sehr überraschend gekommen“, so Joachim Standfest. Sehr schnell habe man in Gesprächen gemerkt, dass man auf einer Wellenlänge sei und sich die Ziele und Werte gut decken würden.

„Ein absoluter Glücksfall“

„Mein Ziel war es zudem, den nächsten Schritt weg vom Co- und hin zum Cheftrainer zu machen. Dass das jetzt gleich in der 2. Liga passiert und nicht etwa in der Regionalliga, ist für mich ein absoluter Glücksfall“, so Standfest, der sich für das im Vorhinein ihm entgegengebrachte Vertrauen bedankte. „Ich werde von der ersten Sekunde weg alles geben, damit wir ähnlich erfolgreich sind wie mit Jochen [Anm. d. Red. Fallmann]“.

Wunsch: Vorhandenes Trainerteam soll bestehen bleiben

Standfests Wunsch ist es, dass das vorhandene Trainerteam bestehen bleibt. Dahingehend gebe es bereits „sehr gute Gespräche“. Allgemein sei es sein Ziel, den Rang des SKU in der 2. Liga zu festigen. Ein einstelliger Tabellenplatz sei ein „realistisches und gutes Ziel“.

Joachim Standfest – ein sportlicher Lebenslauf (Quelle: Wikipedia)

Bis zum Alter von 14 Jahren war Standfest als Nachwuchsskispringer aktiv. Seine Fußball-Profikarriere begann er nach einem Jahr beim SV Rottenmann 1998 beim Grazer AK. Mit den Grazern gewann er 2004 die österreichische Meisterschaft, in den Jahren 2000, 2002 und 2004 den ÖFB-Cup, sowie 2000 und 2002 den Supercup. 2003 und 2005 wurde er mit den Rotjacken Vizemeister. Den größten internationalen Erfolg konnte Standfest in der Qualifikation zur UEFA Champions League 2004 an der Anfield Road verbuchen, als das Auswärtsspiel gegen den FC Liverpool mit 1:0 gewonnen wurde.

2007 Wechsel zum FK Austria Wien

Im Jänner 2007 wechselte der Obersteirer zum FK Austria Wien, wo er in seinem ersten Jahr zum insgesamt vierten Mal den ÖFB-Cup gewann. Nachdem er nach zwei Jahren bei der Wiener Austria nicht mehr glücklich war, seine Familie lebte nach wie vor in Graz, wechselte Standfest am 7. Juni 2010 nach langem Tauziehen zurück in seine Heimat zum SK Sturm Graz, wo er zum zweiten Mal österreichischer Meister wurde.  Von Sommer 2012 bis Sommer 2013 stand er beim Bundesligaabsteiger Kapfenberger SV unter Vertrag. Ab 28. August 2013 spiele er beim Wolfsberger AC.

Nationalmannschaft

Sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft feierte Standfest am 11. Oktober 2003 unter Teamchef Hans Krankl gegen Tschechien. Er nahm an der Europameisterschaft 2008 im eigenen Land teil und spielte im ersten Spiel gegen Kroatien durch, wurde aber danach nicht mehr eingesetzt.

Als Trainer im Einsatz

Zur Saison 2017/18 beendete Standfest seine Karriere als Spieler und wurde Trainer der drittklassigen Amateure des SK Sturm Graz. Nach dem Abgang von Franco Foda wurde Standfest unter dem neuen Trainer Heiko Vogel, der seit 1. Januar 2018 die Geschicke der Profimannschaft des SK Sturm Graz leitet, Co-Trainer bei den Profis.  Standfest blieb auch unter Vogels Nachfolger Roman Mählich Co-Trainer. Nachdem sich die Grazer nach der Saison 2018/19 von Mählich getrennt hatten, verlor auch Standfest seinen Posten. Im September 2019 wurde er Co-Trainer von Klaus Schmidt beim FC Admira Wacker Mödling. Nach Beurlaubung von Schmidt im Februar 2020 wurde auch Standfest beurlaubt.

Zur Saison 2020/21 wurde Standfest nun Cheftrainer des Zweitligisten SKU Amstetten.

Hier gibt es Infos zu den Corona-Sicherheitsmaßnahmen bzw. zur Ticktvergabe in der Saison 2020/21: 

www.sku-amstetten.at

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