SKU-Trainer Jochen Fallmann zieht im Tips-Interview Bilanz

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Michaela Aichinger Tips Redaktion Michaela Aichinger, 26.01.2022 19:57 Uhr

AMSTETTEN. Der SKU Amstetten blickt auf eine noch nie dagewesene Siegesserie zurück. Im Tips-Gespräch zieht Trainer Jochen Fallmann Bilanz.

Tips: Herr Fallmann, Sie sind nach einem einjährigen Gastspiel bei der Wiener Austria im Vorjahr wieder auf die SKU-Kommandobrücke zurückgekehrt. Wie ist es Ihnen dabei ergangen?Jochen Fallmann: Sehr schön! Aufgrund meiner ersten Amtszeit brauchte ich keine Eingewöhnungsphase, es war vieles sehr vertraut und ich konnte gleich voll starten.Tips: Wie funktioniert das Zusammenspiel im Trainerteam mit Gerhard Obermüller, Patrick Schagerl und Wolfgang Haunschmid?Fallmann: Es funktioniert im Großen und Ganzen sehr gut, jeder im Trainerteam hat seine Aufgaben und seine Verantwortungsbereiche. Gemeinsam versuchen wir, aus jedem das Beste herauszuholen und der Mannschaft am, aber auch außerhalb des Spielfeldes eine klare Struktur mit Richtlinien zu geben.Tips: Auf dem SKU-Spielersektor hat sich 2021 sehr viel getan: Wurm, Peham, Grubeck und Lichtenberger haben den SKU verlassen, dafür gab es einige wichtige Neuverpflichtungen wie Schellnegger, Frederiksen oder Tschernegg ...Fallmann: Ja, obwohl wir im letzten Sommer bewusst einen Umbruch wollten, fiel er dann größer aus, als wir dachten. Ich denke, es war aber notwendig, um den Verein/die Mannschaft sportlich weiterzuentwickeln.Tips: Gibt es für Sie in Ihrem Team einen Senkrechtstarter der Saison?Fallmann: Nein, die Jungs haben sich toll als Mannschaft präsentiert und jeder hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen.Tips: In welchen Bereichen muss im Team nachgeschärft werden?Fallmann: Grundsätzlich sind wir mit unserer Entwicklung in vielen Bereichen zufrieden; trotzdem haben wir allgemein noch Aufholbedarf. Daher werden wir in der Vorbereitung an vielen kleinen Rädchen drehen.Tips: Wie hat sich der SKU 2021 im Vergleich zu den Vorjahren in Sachen Abwehr, Stabilität & Co. entwickelt?Fallmann: Die Entwicklung ist aus meiner Sicht nicht nur in der Statistik (Tore/Gegentore – Tabellenplatz – viele verschiedene Torschützen – meiste Scorerpunkte bei Einwechslungen – Tore nach Standards usw.) zu sehen, sondern auch in der Art und Weise, wie wir am Platz agieren.Tips: Wie groß sind die Herausforderungen angesichts der Corona-Krise für den SKU?Fallmann: Wie in anderen Firmen auch sind sie enorm. Es gibt einfach keine Planungssicherheit, du musst oft sehr flexibel sein.Tips: Trotz dieser schwierigen Situation: Der SKU blickt auf eine Herbstsaison mit einer noch nie dagewesenen Siegesserie (sechs Siege in Folge) zurück. Wie kam es Ihrer Meinung nach dazu? Mit welchen Gefühlen ziehen Sie Bilanz?Fallmann: Es gibt uns natürlich ein gutes Gefühl und wir können mit Selbstbewusstsein in die Vorbereitung gehen. Aus meiner Sicht haben sich die Jungs in dieser Phase auch gegen Widerstände gewehrt, die eigene Leistungsfähigkeit abrufen können und wir hatten praktisch den gesamten Kader zur Verfügung.Tips: Man muss in der abgelaufenen Herbstsaison des SKU lange nach einer Durststrecke suchen – wo hat es sie dennoch gegeben?Fallmann: Durststrecke hat es aus meiner Sicht nicht gegeben – die Phase mit den hintereinanderkommenden Auswärtsspielen gegen Liefering, Innsbruck und Lustenau war etwas schwieriger, aber dies ist auch der Stärke des Gegners geschuldet. Im Spiel gegen St. Pölten und in der ersten Halbzeit beim FAC konnten wir unser Leistungsvermögen nicht abrufen.Tips: Ein absolutes Highlight gab es in der dritten Runde des UNIQA-ÖFB-Cups, als der SK Rapid Wien im Ertl Glas Stadion gastierte. Das Spiel war seit Wochen ausverkauft – Sie wurden positiv auf Covid getestet und befanden sich in Quarantäne. Wie ist es Ihnen damit gegangen, das Spiel quasi von der Couch aus zu verfolgen?Fallmann: Natürlich wäre ich gerne dabei gewesen, aber die Maßnahmen haben es leider nicht zugelassen. Es war eine neue Erfahrung, das eigene Team live am Fernseher zu sehen – das brauche ich aber nicht noch einmal.Tips: Beim letzten SKU-Heimspiel des Jahres gegen den SK Rapid Wien II stand Ihr Sohn Pascal im Dress der Grün-Weißen am Platz. In den Medien wurde von einem „Familienduell“ gesprochen, das Sie letztendlich mit dem SKU gewonnen haben. Wie gehen Sie in der Familie mit solchen Situationen um?Fallmann: Es war für uns beide und auch für den Rest unserer Familie ein besonderes Spiel; es kommt ja nicht so oft vor, dass der Vater gegen den Sohn spielt. Natürlich spricht man innerhalb der Familie die ganze Woche darüber, was alles passieren kann. Am Ende haben wir die wichtigen drei Punkte eingefahren, aber auch Pascal hat eine ordentliche Leistung gebracht und brennt natürlich im Rückspiel schon darauf, sich revanchieren zu können.Tips: Mit dem vorgezogenen Auftakt der Rückrunde und einer Niederlage gegen den FAC ist der SKU in der ADMIRAL 2. Liga nun Tabellenvierter. Welche Erwartungen und Ziele haben Sie für 2022?Fallmann: Dass wir an unsere Leistungen vom Herbst anschließen können.Tips: Abschließende Prognose Ihrerseits: Auf welchem Tabellenrang steht der SKU am Ende der Saison?Fallmann: Als wir in die Saison gestartet sind, war unser gemeinsames Ziel, in der oberen Tabellenhälfte zu sein – dies werden wir auch erreichen.

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